Wenn die Erde zittert: Beben, die 2026 erschütterten
Ist 2026 ein besonderes Erdbebenjahr ? Am Sonntagmorgen (23.08.2026, Ortszeit) ereignete sich beispielsweise wieder ein Erdbeben in Japan. Zumindest die Zahl sehr starker Beben ist weltweit bislang nicht außergewöhnlich. Im langjährigen Durchschnitt ereignen sich weltweit etwa 15 Erdbeben ab Magnitude 7 pro Jahr. Bis Mitte August waren es in diesem Jahr zehn. Auffällig sind jedoch die verheerenden Folgen einzelner Beben.
Am 24. Juni traf Venezuela die bislang mit Abstand tödlichste Erdbebenkatastrophe des Jahres. Auf ein Beben der Stärke 7,2 folgte lediglich 39 Sekunden später ein noch stärkerer Erdstoß mit einer Magnitude von 7,5. Besonders schwer betroffen waren der Norden des Landes und die Hauptstadt Caracas.
Nach offiziellen Angaben kamen bei dem Doppelbeben mehr als 6300 Menschen ums Leben. Aber auch die Auswirkungen auf die Infrastruktur des verarmten Landes sind dramatisch. Eine satellitengestützte Auswertung von Forschern der Oregon State University kam kurz nach dem Beben zu dem vorläufigen Ergebnis, dass mehr als 58.000 Gebäude beschädigt oder zerstört worden sein könnten.
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Mit einer Magnitude von 7,8 war das Erdbeben am 8. Juni vor der Südküste der philippinischen Insel Mindanao das bislang stärkste des Jahres 2026. Sein Zentrum lag in rund 57 Kilometern Tiefe und die Erschütterungen waren über weite Teile der Insel zu spüren.
Nach Zählung der Behörden kamen in der Folge mindestens 107 Menschen ums Leben. Dass die Opferzahl trotz der enormen Magnitude weit unter derjenigen Venezuelas blieb, zeigt wieder einmal: Die Erdbebenstärke sagt wenig über die Folgen aus.
Am 10. August erschütterte ein Beben der Stärke 7,4 den Westen Kolumbiens . Das Epizentrum lag im Departamento Chocó nahe San José del Palmar. Obwohl sich das Beben in mehr als 100 Kilometern Tiefe des südamerikanischen Landes ereignete, richtete die Naturkatastrophe schwere Schäden an.
Mehr als 260 Menschen kamen bisherigen Schätzungen zufolge ums Leben. Erdrutsche und beschädigte Straßen erschwerten die Suche nach Verschütteten und die Versorgung abgelegener Ortschaften. Das Beben war nach Venezuela das bislang folgenreichste des Jahres in Lateinamerika
Nur zehn Tage später, am 20. August, erschütterte ein starkes Erdbeben das Zentrum Perus. Die Erschütterungen in der Provinz Parinacochas waren bis in die rund 300 Kilometer entfernte Hauptstadt Lima zu spüren. Das Beben hatte laut US-Erdbebenwarte (USGS) eine Stärke von 6,7, nach Angaben des Geophysikalischen Institut Perus (IGP) sogar eine Stärke von 7,2. Es ereignete sich in 99 Metern Tiefe und verlief im Gegensatz zu dem Beben in Kolumbien ohne dramatische Auswirkungen.
Indonesien mit seinen rund 290 Millionen Einwohnern liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Der rund 40.000 Kilometer lange Vulkangürtel verläuft entlang der Ränder des Pazifiks, wo mehrere tektonische Platten aufeinandertreffen.
Am frühen Morgen des 15. August bebte die Erde auf der indonesischen Insel Flores mit einer Magnitude von 7,7. Die Experten zählen fast 1000 Nachbeben.
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