Super-Sorgen nach Supercup - Gidsel macht das Meister-Rennen zu
Fehlstart perfekt! Die Füchse Berlin waren im Handball -Supercup gegen Magdeburg (31:38) vollkommen chancenlos. Nur Welthandballer Mathias Gidsel (27) verhinderte mit seinen 10 Toren eine komplette Demontage. Gegen den Meister bekam der Pokalsieger seine Schwächen gnadenlos aufgezeigt – weshalb sogar Titel-Hamster Gidsel im Meister-Rennen nur wenig Hoffnung hat.
Dabei hat die Bundesliga-Saison noch nicht einmal begonnen! Magdeburgs Machtdemonstration im Münchener SAP Garden im Supercup ließ aber keine Zweifel an den Kräfteverhältnissen im deutschen Handball. „Bei uns hat heute viel gefehlt, Magdeburg war deutlich besser“, gestand Gidsel anschließend ein. „Wir sind viel besser als zu Beginn der Vorbereitung vor vier Wochen, aber nicht da, wo Magdeburg ist.“ Magdeburg habe „über die letzten Jahre bewiesen, dass sie eine der besten Mannschaften der Welt sind. Wir sind in einem frühen Prozess mit einigen neuen Spielern und versuchen, eine neue Abwehr mit einem neuen Torhüter-Duo aufzubauen. Das ist alles neu für uns.“
Die Berliner müssen die Abgänge der Stammkräfte Dejan Milosavljev und Lasse Andersson auffangen. Nils Lichtlein (nach Fuß-OP) und Fabian Wiede (nach Kreuzbandriss) sind noch im Aufbautraining.
Zum bevorstehenden Meisterkampf hat Welthandballer Gidsel eine klare Meinung: „Magdeburg ist etwas besser als die anderen Mannschaften, aber es wird ein harter Wettbewerb zwischen Magdeburg und Flensburg. Hoffentlich können wir auch ein kleiner Teil dieses Kampfes sein.“ Ein kleiner Teil – das klingt nicht gerade optimistisch aus Sicht der titelverwöhnten Berliner!
Dazu kommt: In den ersten vier HBL-Spielen warten mit Melsungen, Magdeburg und Gummersbach drei Top-Teams. Zu früh, um sich eingespielt zu haben. Gidsel: „Wir haben ein hartes Auftaktprogramm in der Bundesliga und müssen versuchen, schnell Lösungen zu finden. Wir sind bereit, hart zu arbeiten in diesem Jahr.“
Auch Füchse-Kapitän Max Darj erkannte die Leistungsunterschiede zwischen Meister und Pokalsieger an: „Magdeburg war fast auf jeder Position besser. Wenn wir so aussehen, wird es schwer. Wir wissen jetzt, wo wir stehen und wo unsere Baustellen sind.“ Vor allem in der Abwehr fand seine Mannschaft kaum eine Lösung gegen die flinken Elbestädter.
Berlins Trainer Nicolej Krickau (39) will sich voll auf seine Mannschaft konzentrieren: „Für uns geht es nicht darum, Magdeburg anzugreifen, sondern bei uns zu bleiben. Ganz Deutschland sieht Magdeburg als Favoriten. Egal wie gut wir in der letzten Saison waren, war es schwer, Magdeburg mit nur vier Minuspunkten zu schlagen. Kommen sie diese Saison wieder mit vier Minuspunkten durch, dann Respekt!“
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