Ärgerlicher Rückschlag - Preußens Schulz braucht viel Geduld
Eigentlich hatte Drittligist Münster seine Qualität und Erfahrung für die neue Umbruch-Saison fest eingeplant. Doch dann spielte ihm das Schicksal einen üblen Streich. Gleich beim Trainingsauftakt am letzten Juni-Sonntag zog sich Marvin Schulz senior (31) einen Innenbandanriss im linken Knie zu. Vorbereitung gelaufen, ehe sie für ihn überhaupt begonnen hatte. Und es kam noch schlimmer…
Auch nach dem glücklichen 2:1 am Samstag gegen Havelse schlich der Ex-Bundesliga-Profi (12 Erstliga-Partien für Holstein Kiel) mit einer eher betretenen Miene durch die Kabinengänge. Klar freute er sich ebenfalls über den ersten Heim-Dreier seiner „Adlerträger“ seit fast 11 Monaten. Doch nach wie vor nicht aktiv in das Geschehen auf dem grünen Rasen eingreifen zu können, frustrierte ihn zugleich gewaltig. Verständlich. War zunächst „nur“ eine Zwangspause von etwa vier Wochen vorhergesagt worden, ist Schulz mittlerweile schon doppelt so lange raus. Exakt 60 Tage. Und ein genaues Ende seiner Leidenszeit ist aktuell leider noch nicht abzusehen.
Grund dafür: Ein ärgerlicher Rückschlag, den er unmittelbar nach seiner Genesung im Mannschaftstraining erlitt. Schulz (Marktwert: 450.000 Euro) traurig zu BILD: „Alles war vollständig auskuriert, da hat‘s mich in einer der ersten Einheiten ein zweites Mal erwischt.“
Ähnliche Stelle, ähnliche Verletzung. Ganze Reha für die Katz. Statt endlich seinen Team-Kollegen im Liga-Betrieb helfen zu können, bleibt dem gebürtigen Mülheimer somit auch weiterhin nur die undankbare Rolle des Zuschauers. So wie die Fortsetzung der harten Aufbauarbeit mit Physios und Ärzten abseits des Platzes.
Comeback-Prognose? Schulz mit gebotener Vorsicht: „Angedacht ist nun, dass ich vielleicht nach der Länderspielpause wieder einsteigen kann.“
Die endet am 29. September – also in rund drei Wochen. Alles in allem hätten die Preußen dann fast drei Monate auf die Dienste ihres Leistungsträgers verzichten müssen.
Umso bitterer, dass sie mit Niko Koulis (27) inzwischen den nächsten Sorgenfall zu beklagen haben. Der Kapitän musste gegen Havelse bereits nach 38 Minuten mit muskulären Problemen im hinteren Oberschenkel ausgewechselt werden ( BILD berichtete). Eine MRT-Untersuchung am Montagmorgen bestätigte jetzt die trübe Anfangs-Diagnose: Strukturelle Muskelverletzung. Auch der Abwehrchef ist damit mindestens bis Oktober raus. Hinzu kommen die „Dauer-Patienten“ Simon Scherder (33) und Malik „Batman“ Batmaz (26), die sich nach Kreuzbandrissen mit großem Ehrgeiz zurück in den Profi-Alltag zurückkämpfen.
Positiv jedoch: Mit Linksverteidiger Luca Bolay (24/nach Innenbandanriss) und Offensivspieler Joshua Mees (30/Adduktorenzerrung) stehen zumindest zwei Sorgenkinder kurz vor ihrer Kader-Rückkehr.
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