1001 PS! Audis R8-Nachfolger - Erste Fahrt im neuen Nuvolari
Wer etwas fürs automobile Herz sucht, wird derzeit in Ingolstadt kaum fündig. Coupés, Cabrios, TT und R8 – von seinen Sportlern hat sich Audi über die Jahre verabschiedet. Die schnellen RS-Modelle können einen echten Supersportwagen nur bedingt ersetzen. Jetzt folgt das überraschend frühe Comeback: Audi baut wieder einen R8-Nachfolger.
Der Nuvolari entstand in kaum mehr als eineinhalb Jahren auf Basis des Lamborghini Temerario. Seine Karbonkarosserie trägt einen berühmten Namen: Tazio Nuvolari gehörte zu den erfolgreichsten Rennfahrern der Vorkriegszeit und fuhr einst für die Auto Union.
Für den Antrieb sorgt ein Vierliter-Biturbo-V8 mit 800 PS, unterstützt von drei Elektromotoren. Zwei davon sitzen an der Vorderachse und sorgen für elektrischen Allradantrieb. Zusammen kommt der Nuvolari auf 1001 PS.
Die Fahrleistungen passen dazu: 0 auf 100 km/h in 2,6 Sekunden, Tempo 200 nach 6,8 Sekunden und maximal 351 km/h.
Dafür betreibt Audi auch bei Fahrwerk und Aerodynamik enormen Aufwand. Ein aktiver Heckflügel passt den Abtrieb automatisch an. Sogar ein aus der Formel 1 bekanntes DRS gibt es: Per Knopfdruck wird der Luftwiderstand reduziert.
Auch die Bremsanlage ist extrem. Vorn packen Zehnkolben-Sättel zu, das Rekuperationspotenzial beziffert Audi auf 2,8 Megawatt – Formel-1-Niveau.
Bei der ersten Testfahrt an der kalifornischen Küste beeindruckt vor allem der gewaltige Schub. Auf der Straße imposant, auf der Rennstrecke eine echte Schau. Der V8 klingt dabei selbstbewusst, ohne bei niedrigen Geschwindigkeiten unnötig laut zu werden.
Überraschend ist, wie leicht sich der Nuvolari fahren lässt. Das dünne Alcantara-Lenkrad liegt angenehm in der Hand, der Supersportler wirkt trotz seiner Leistung handlich und präzise.
Damit hat Audi tatsächlich wieder einen echten Sportwagen im Programm. Für enttäuschte R8-Fans gibt es allerdings einen Haken: Nach 499 Exemplaren ist schon wieder Schluss.
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