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Operation bei grauem Star: Welche Linse ist die richtige?

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Operation bei grauem Star: Welche Linse ist die richtige?

Der graue Star - auch Katarakt genannt - ist die weltweit häufigste Augenerkrankung. Alterungsprozesse führen dazu, dass sich die Augenlinsen im Laufe des Lebens durch die Verklumpung von Eiweißen trüben. Die Folge ist, dass ein Teil des ins Auge einfallenden Lichts gestreut wird. Das führt zur Blendung und zu einer Verschlechterung des Sehens . Das Bild auf der Netzhaut erscheint unscharf - wie durch einen Nebel. Die Augen reagieren aber nicht nur empfindlich auf helles Licht , auch in der Dunkelheit nimmt das Blendempfinden zu. Die Trübung der Linse schreitet in der Regel langsam voran. Abhilfe schafft nur eine Operation: Dabei wird die trübe Linse durch eine Kunstlinse ersetzt.

Die Betroffenen sehen alles dunkler, Konturen verschwimmen, im Dunklen blenden Lichter, Autofahren in der Dämmerung ist kaum noch möglich.

5 Min Kunstlinsen-OP: Warum Aufklärung so wichtig ist Nebenwirkungen, hohe Kosten, Alternativen: Wer keinen grauen Star hat, sollte bei Kunstlinsen genau hinschauen. Prof. Jan Tode informiert.

Wann der Graue Star operiert werden sollte, lässt sich nicht allein an einem bestimmten Messwert festmachen. Dennoch gehört die Ermittlung der Sehschärfe zur Diagnostik dazu. Als Orientierung gilt:

Wichtig: Eine Sehschärfe von 0,6 bedeutet nicht, dass das Auge nur noch zu 60 Prozent sieht. Der Wert ist keine direkte Prozentangabe für den Sehverlust. Er beschreibt vielmehr, wie gut das Auge feine Einzelheiten erkennen und voneinander unterscheiden kann.

Bei der Entscheidung über eine Operation spielen insbesondere die individuelle Blendempfindlichkeit, der Kontrastverlust und die persönliche Einschränkung im Alltag eine wichtige Rolle. So kann ein Linsentausch schon bei einer Sehschärfe von 0,7 oder 0,8 infrage kommen, wenn die Beschwerden im Alltag deutlich sind. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Eingriff mit Monofokallinsen und ohne Lasereinsatz, wenn ein Katarakt augenärztlich diagnostiziert und die OP medizinisch notwendig ist.

Für eine Katarakt-Operation ist es nur selten wirklich zu spät. Allerdings kann die Operation anspruchsvoller werden. Außerdem können weitere Augenerkrankungen hinzukommen, die den Erfolg der OP schmälern. Es spricht vieles dafür, den Eingriff nicht unnötig lange hinauszögern.

In höherem Lebensalter ist der graue Star oft Ursache für Stürze, die nicht selten tödlich enden. Eine mehrjährige US-Beobachtungsstudie mit 74.000 Frauen ab 65 zeigt: Wer sich wegen eines Katarakts operieren ließ, lebte deutlich länger als diejenigen, die sich nicht operieren ließen. Mögliche Erklärungen sind eine höhere Mobilität, weniger Sturzgefahr und längere Eigenständigkeit, denn Sehprobleme können laut Studien auch das Demenzrisiko erhöhen. Die verbesserte Sehkraft nach einer Katarakt-OP kommt häufig auch den kognitiven Fähigkeiten zugute, weil das Gehirn wieder Informationen von den Augen bekommt.

Eine Katarakt-Operation gilt als risikoarm, dauert meist nur wenige Minuten und wird in der Regel ambulant durchgeführt. Der Eingriff erfolgt normalerweise unter örtlicher Betäubung:

Nach dem Eingriff verbessert sich das Sehen häufig bereits innerhalb der ersten Tage.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.ndr.de — der Inhalt gehört NDR Ratgeber Gesundheit.

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