"Schlechte Nachricht" für Russen: Goethe-Institut beklagt das "Ende einer Ära"
Nach einem Anschlagsversuch, hinter dem Moskau vermutet wird, kündigt Deutschland den Vertrag mit dem Russischen Haus in Berlin. Als Reaktion verbannt der Kreml das Goethe-Institut aus Russland. Deren Präsidentin reagiert bestürzt, auch der Kulturrat bedauert den Schritt.
Nach der Ankündigung zur Schließung der Goethe-Institute in Russland spricht Präsidentin Gesche Joost vom "Ende einer Ära der deutsch-russischen Kulturbeziehungen". "Für die Menschen in Russland, die unsere Sprache lernen und unsere Bibliotheken besuchen, ist das Ende unserer Arbeit vor Ort eine schlechte Nachricht", sagte Joost, die seit November 2024 Präsidentin des Goethe-Instituts ist.
Die Arbeit des Instituts in Russland sei "bereits in den vergangenen Jahren immer weiter eingeschränkt" worden. Schon 2023 sei die Zahl der Mitarbeiter stark reduziert worden. "Unsere Arbeit in Russland war und ist wichtig: Das Erlernen der deutschen Sprache, die vielen Begegnungen und die Verständigung zwischen Menschen. Unsere Mitarbeitenden leisten unter schwierigsten Bedingungen wichtige Arbeit", betonte Joost. Ihr Institut wolle das weitere Vorgehen nun mit dem Auswärtigen Amt besprechen.
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