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Trotz Plagiatsaffäre und Rücktrittsrufen - Voigt auf Schaukelpferd! Sein Leben ist ein Ponyhof

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Trotz Plagiatsaffäre und Rücktrittsrufen - Voigt auf Schaukelpferd! Sein Leben ist ein Ponyhof

Erfurt – Hoppe, hoppe, Reiter, wenn er fällt, dann schreit er. Ein Ministerpräsident auf einem Schaukelpferd? Für Thüringen-Regent Mario Voigt (49, CDU) offensichtlich ein angemessenes Fotomotiv. Und das ausgerechnet inmitten einer Plagiatsaffäre und Rücktrittsforderungen. Bei einem Museumsbesuch auf Schloss Ehrenstein ließ sich der CDU-Politiker auf einem lebensgroßen Schaukelpferd ablichten. Während Voigt fröhlich in die Kamera lächelt, wird heftig diskutiert, wie fest er in Erfurt noch im Sattel sitzt.

Voigts Pferde-Foto sorgt bei der Opposition für Spott. Die AfD teilte das Bild in den sozialen Medien und zog dabei eine direkte Verbindung zur Plagiatsaffäre: „Das hohe Ross, auf dem der ehemalige Doktor Mario Voigt (CDU) hier sitzt, ist ebenso wenig ein echtes Pferd wie seine Doktorarbeit echt war“, spottet die Partei. Voigt solle „nicht nur vom Schaukelpferd absteigen, sondern auch vom Sessel des Ministerpräsidenten“.

Wer verschaukelt hier wen? Der CDU-Politiker steht seit Monaten wegen seiner Doktorarbeit unter Druck. Die TU Chemnitz kam nach einer Prüfung zu dem Schluss, dass seine Dissertation Plagiate enthält , und entzog ihm den Doktortitel. Voigt wehrt sich dagegen, scheiterte in dieser Woche aber mit einem Widerspruch gegen die Entscheidung. Seine Anwälte wollen nun vor Gericht ziehen.

Für zusätzlichen Gegenwind sorgte auch das Bündnis Sahra Wagenknecht. Die BSW-Bundesspitze f ordert den Rücktritt des Ministerpräsidenten und drängt die eigene Thüringer Landtagsfraktion, Voigt die Unterstützung zu entziehen. Das BSW regiert im Freistaat gemeinsam mit CDU und SPD in der sogenannten Brombeer-Koalition. Erst vor wenigen Tagen hatte AfD-Rechtsaußen und Landeschef Björn Höcke (54) BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht (57) öffentlich angeboten, sich mit den Stimmen der AfD zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen und Voigt abzulösen. Wagenknecht lehnte ab.

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