Feuer in Belgien: Brandbekämpfer: „Wir sind auf jeden Fall vorbereitet“
240 Helfer kämpfen im Hohen Venn gegen Flammen, die nur gut zwei Kilometer von Deutschland entfernt lodern.
Der Sprecher der Feuerwehr Monschau gibt Auskunft, wie die Lage am Abend ist.
Am Kampf gegen die verheerenden Brände im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn werden sich auch in der Nacht auf Dienstag zahlreiche Einsatzkräfte aus Deutschland beteiligen.
Die Brandlinie sei derzeit rund 2,3 Kilometer von der deutschen Landesgrenze entfernt, sagte der Sprecher der Feuerwehr Monschau , Tobias Schell, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir müssen auf jeden Fall die ganze Nacht hier agieren und uns Bereiche freihalten.“ In mehreren Schichten seien insgesamt 240 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Polizei im Einsatz.
Derzeit sei es relativ entspannt, man sei „vor der Lage“, sagte Schell am Abend.
Die Einsatzkräfte kontrollierten und bewässerten. „Wir machen uns jetzt nicht selber Panik.“ Man habe genug Kräfte und Material vor Ort. „Wir sind auf jeden Fall vorbereitet.“ Für die Nacht werde eine Windrichtungsänderung erwartet. „Der Wind soll ein bisschen auffrischen.“ Man werde daher die Umgebung engmaschig kontrollieren, um direkt reagieren zu können.
Feuerwehrsprecher: Machtlos, wenn Feuer die Wipfel erreicht Machtlos sei man allerdings, wenn das Feuer in einem Nadelwald in die Wipfel reingehe. „Dann ist das Feuer in 15 Metern Höhe - da kommen wir gar nicht dran.“ Dann ziehe man sich zurück und versuche, eine Schneise zu schützen, um eine weitere Ausbreitung auszubremsen.
Der Waldbrand im Hohen Venn ist einer der größten in der belgischen Geschichte.
Am Sonntagabend hatte er sich der deutschen Grenze so weit genähert, dass in Monschau-Kalterherberg etwa 30 Einwohner ihre Häuser verlassen mussten.
Es war auch ein Feuer entdeckt worden, das etwa 300 Meter von der deutschen Grenze entfernt gebrannt hatte.
Dabei hatte es sich laut Schell aber nur um einen kleinen, isolierten Brandherd gehandelt.
Dieser habe abgelöscht werden können.
Die evakuierten Bewohner können dennoch weiterhin nicht in ihre Häuser zurück.
Aktuell sind nach Angaben des Feuerwehrsprechers aber keine weiteren Evakuierungen geplant.
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