Essen jubelt nach Monster-Fehlschuss - Zweitliga-Stürmer trifft leeres Tor nicht
„Dann muss erstmal ein guter Zweitligist herkommen und gewinnen.“ Das waren die Worte von Ben Hüning nach dem knappen 1:0-Sieg gegen Havelse vor einer Woche. Und er hatte verdammt recht! Rot-Weiss Essen bezwingt Bundesliga-Absteiger St. Pauli mit 2:0 und zieht am Ende verdient in die 2. Runde des DFB-Pokals ein. Dabei hätten die Hamburger in Führung gehen können, scheiterten aber am leeren Tor.
Es ist DIE Szene der ersten Halbzeit. Max Geschwill schlägt ein Luftloch und ermöglicht Arkadiusz Pyrka, in den Strafraum zu laufen. Der legt quer auf Martijn Kaars, allerdings leicht in den Rücken, sodass der Angreifer den Ball über das leere Tor schiebt (18. Minute). Kaars mutiert über die 90 Minuten zum XXL-Pechvogel. Nach rund 31 Minuten bekommt er den Ball von Golz, der eine Flanke abwehrt, aufgelegt, bolzt den Ball aber wieder drüber. Auch in der Nachspielzeit vor der Pause scheitert er am überragend reagierenden Golz. Das kaars doch nicht wahr sein!
Und RWE? Die sind von Anfang an gut im Spiel, kommen zu guten Chancen. Doch sind deutlich effizienter als gegen Havelse. Zwar scheitert Marek Janssen zweimal, dann ist die Kugel endlich drin. Jannik Hofmann findet die Sturmkante, die aus wenigen Metern zur 1:0-Führung einköpft (36.). Nach dem Seitenwechsel macht der Pott-Klub direkt weiter. Wieder legt Hofmann auf, findet dieses Mal Semir Telalovic, der in seinem dritten Pflichtspiel für Essen trifft und auf 2:0 erhöht (53.). Riesenjubel beim Fast-Aufsteiger an der Hafenstraße!
Damit steht der Drittligist erstmals seit der Saison 2020/21 wieder in der 2. Runde. Damals war sogar erst im Viertelfinale gegen Holstein Kiel (0:3) Feierabend. Am 27. und 28. Oktober steigt die 2. Hauptrunde des Pokals. Schöner Bonus obendrauf: RWE kassiert starke 456 377 Euro, die dem Pott-Klub noch mehr Spielraum verschaffen, um auf dem Transfermarkt nachzulegen.
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