Niedrigwasser: „So krass war es noch nie“ - Elbfähre auf dem Trockenen
Die Elbfähre Belgern steht seit Wochen wegen des extremen Niedrigwassers still.
Zwar hat es zuletzt geregnet.
Doch das bedeutet noch lange keine Normalität.
Zweieinhalb Minuten.
So lange dauert es normalerweise ungefähr, um mit der Fähre vom nordsächsischen Belgern auf die ostelbische Seite überzusetzen.
Fährmann Enrico Schmidt (67) zuckt mit den Schultern und zeigt auf das ausgedörrte, steinige Ufer der Elbe: „Wenn die Fähre nicht fast auf dem Trockenen sitzt“, sagt er.
Derzeit herrscht extremes Niedrigwasser .
Seit Wochen schon steht die Fähre still.
Statt zweieinhalb Minuten über den Fluss müssen die Menschen 30 Kilometer Umweg über die nächste Brücke in Torgau in Kauf nehmen. „So krass wie jetzt war es noch nie“, sagt Schmidt. „So weit unten waren wir noch nie“ Der Fährmann muss es wissen.
30 Jahre lang, so erzählt er es, hat er schon Fußgänger, Radfahrer und Autos über die Elbe geschippert.
Jetzt liegt die Fähre unbeweglich auf der ostelbischen Seite.
Der schmal gewordene Fluss erinnert beim besten Willen nicht an einen mächtigen Strom.
Mitte August werden am Pegel Torgau kaum noch 30 Zentimeter gemessen. „Uns fehlen 50 Zentimeter, um wieder freizukommen“, sagt Schmidt.
Das Seil und der Seilträger der Gierseilfähre liegen komplett im Trockenen.
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