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Studie überrascht - Kann eine Freigängerkatze zur Wohnungskatze werden?

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Studie überrascht - Kann eine Freigängerkatze zur Wohnungskatze werden?

Kann eine Katze, die jahrelang Freigang gewohnt war, plötzlich als Wohnungskatze glücklich werden? Eine Studie aus Neuseeland zeigt, dass die Umstellung oft besser gelingt als viele Halter befürchten. Ganz ohne Herausforderungen verläuft sie jedoch selten.

Forscher des Eastern Institute of Technology und von Companion Animals New Zealand befragten 87 Katzenhalter, die ihre Freigänger zu Wohnungskatzen gemacht hatten.

Auslöser waren meist Sicherheitsbedenken wie Straßenverkehr, Revierkämpfe, Verletzungen oder die Angst, dass die Katze verschwindet. Die Studie beantwortet nicht die Frage, ob Wohnungshaltung grundsätzlich besser ist als Freigang. Sie zeigt jedoch, wie Katzen mit einer solchen Veränderung umgehen.

Mehr als 40 Prozent der Halter berichteten, dass sich ihre Katze innerhalb weniger Tage an die neue Situation gewöhnt habe. Andere Tiere benötigten Wochen oder Monate, schreibt PETBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Rund jeder achte Teilnehmer gab allerdings an, dass sich seine Katze zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht vollständig angepasst hatte.

Auffällig war zudem: Katzen, die bereits in jungen Jahren umgestellt wurden, fanden sich meist schneller mit dem Wohnungsleben zurecht als langjährige Freigänger.

Viele Halter litten zunächst stärker unter der Umstellung als ihre Haustiere . Schuldgefühle, Sorge um das Wohlbefinden der Katze und Stress durch geschlossene Türen und Fenster wurden häufig genannt.

Bei den Katzen zeigten sich vor allem häufigeres Miauen, Kratzen an Türen, ein höheres Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Probleme mit dem Katzenklo und ein größerer Beschäftigungsaufwand. Besonders in den ersten Wochen versuchen manche Tiere verstärkt, nach draußen zu gelangen.

Ob eine Katze in der Wohnung zufrieden ist, hängt stark von ihrer Umgebung ab. Wichtig sind Kratzmöglichkeiten, erhöhte Liegeplätze, Rückzugsorte, regelmäßige Spiele sowie Intelligenz- und Futtersuchspiele. Ein gesicherter Balkon oder ein Außengehege können zusätzlich helfen.

Viele Halter sahen nach der Umstellung auch Vorteile, wie beispielsweise weniger Sorgen um die Sicherheit der Katze, bessere Kontrolle über Gesundheit und Futteraufnahme sowie oft geringere Kosten durch weniger Verletzungen. Die Studie zeigt damit, dass aus vielen Freigängern durchaus zufriedene Wohnungskatzen werden können, wenn Besitzer auf die Bedürfnisse der Tiere eingehen.

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