Tritte, Schläge, Jagdszenen - Argentinien-Spiel eskaliert komplett
Was für eine üble Treterei! Dass es in den südamerikanischen Ligen oft hart über der Grenze des Erlaubten geht, ist nicht neu. Das zeigte sich am Wochenende auch beim Spitzenspiel der Primera B Metropolitana, der 3. Liga in Argentinien, wo die Teams von Arsenal de Sarandí und Club Atlético Talleres (0:1) aufeinandertrafen. In der Nachspielzeit eskalierte die Partie völlig, die argentinischen Medien sprachen von einer Schlacht – doch am Ende gab’s nicht mal Rot.
Das Spiel in einem Vorort von Buenos Aires wurde über 90 Minuten knallhart geführt. Für beide Teams ging es darum, den Kontakt zu Spitzenreiter CA Excursionistas zu halten, um weiter die Chance auf den Zweitliga-Aufstieg zu haben. Kurz vor der Pause erzielte Pablo Cortizo die Führung für die Gäste.
In der Nachspielzeit kam es zu den Skandal-Szenen. Bei einem Konter wurde Gäste-Spieler Claudio Mosca von Verteidiger Alexis Payés übel abgeräumt. Mosca revanchierte sich mit einem heftigen Tritt. Dann ging es richtig los. Mosca schubste weiter, wurde von Arsenal-Spielern bedrängt. Beide Teams gingen aufeinander los. Schiri Gastón Iglesias verlor komplett die Kontrolle.
Arsenal-Spieler Mariano Del Col wechselte kurzerhand die Sportart, bedachte Talleres-Akteur Eugenio Olivera mit einem heftigen Schwinger aus der Luft, trat ihm auch noch ans Schienbein. Die Auseinandersetzungen wurden immer heftiger, auch die Betreuer-Teams waren mittlerweile auf dem Platz. Sicherheitsdienst und ein einsamer Polizist waren total überfordert.
Erst nach einigen Minuten konnte Schiri Iglesias die Szenerie beruhigen. Krass: Für die Beteiligten gab es nicht einmal Rot, nur ein Ersatzspieler wird vom Schiri damit bedacht. Am Ende tat er das einzig Richtige und beendete die Partie klugerweise mit dem regulären Abpfiff.
Noch offen ist, ob der argentinische Verband Sperren verhängt. Atlético Talleres hat jedenfalls vorerst nach Punkten zum Spitzenreiter aufgeschlossen.
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