Ukraine-Krieg: Russland greift Einkaufszentrum in Ukraine an: Viele Opfer
Bei einem neuen russischen Drohnenangriff auf die Heimatstadt von Präsident Selenskyj gibt es Tote in einem Einkaufszentrum.
Der Staatschef spricht von einem zynischen Angriff.
Bei russischen Drohnenangriffen sind in der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih mindestens fünf Menschen in einem belebten Einkaufszentrum getötet worden.
Das berichtete der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf der Nachrichtenplattform Telegram.
Die Zahl der Verletzten habe sich inzwischen auf 91 erhöht, teilte Hanscha am frühen Abend mit.
21 Personen hätten schwerste Verletzungen erlitten, unter ihnen ein Kind.
Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in einem Beitrag auf Facebook von einem „absolut zynischen und hinterhältigen Angriff auf ein gewöhnliches Einkaufszentrum“.
Nach seinen Angaben griffen die Drohnen in zwei Wellen an. „Eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Ausbruch eines Brandes folgte ein erneuter Angriff auf die Rettungskräfte“, berichtete er. „Solche Angriffe sind schlichtweg Terrorakte“, betonte er.
Die Welt müsse entsprechend darauf reagieren – mit echtem Druck auf den Aggressor. „Damit Frieden herrschen kann, muss Russland tatsächlich zur Verantwortung gezogen werden.“ Die Heimatstadt von Selenskyj liegt rund 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kiew.
Erst vor wenigen Tagen war Krywyj Rih vom russischen Militär mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen angegriffen worden.
Dabei starben nach offiziellen Angaben zwei Zivilisten, knapp ein Dutzend Menschen wurde verletzt.
Russland führt seit knapp viereinhalb Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Seit einigen Monaten nimmt das russische Militär verstärkt zivile Ziele im Nachbarland ins Visier.
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