"Tatort: Roomservice": Zum Tod von Andreas Hoppe: Das Erste wiederholt alten Kopper-Krimi
Ein Zimmermädchen stürzt im Hotel zu Tode.
Unter Verdacht gerät ein notorisch triebgesteuerter EU-Kommissar.
Trotz altbekannter Schwächen: ein kluger Ludwigshafen-Krimi, angelehnt an den Fall Dominique Strauss-Kahn.
Nicht nur eingefleischte "Tatort"-Fans waren geschockt, als sie am Mittwochabend die Nachricht vom Tod von Andreas Hoppe lasen.
Der Berliner Schauspieler, der von 1996 bis 2018 den beliebten Ludwigshafener Kriminalhauptkommissar Mario Kopper verkörperte, ist bereits am 17.
August völlig überraschend im Alter von nur 66 Jahren verstorben.
Zum traurigen Anlass wiederholt das Erste nun Koppers 53.
Fall mit dem Titel "Tatort: Roomservice" aus dem Jahr 2015.
Der Film unter Regie von Tim Trageser (Buch: Stefan Dähnert und Patrick Brunken) erzählt von dem Zimmermädchen Yasemin Akhtar, das im Treppenhaus eines Luxushotels in den Tod stürzt.
Kurz zuvor noch hatte die junge Frau, die bettelarm mit großen Hoffnungen auf gutes Geld nach Deutschland gekommen war, noch ihre Unschuld an einen im Haus gastierenden Top-Politiker verkauft.
Der steht nun kompromittierender Weise unter Mord- und Vergewaltigungsverdacht.
Dominique Strauss-Kahn lässt grüßen? Tatsächlich nennen die Autoren Stefan Dähnert und Patrick Brunken die damalige Hotel-Affäre um den ehemaligen IWF-Direktor als wichtigste Inspirationsquelle für ihren klug gestrickten Ludwigshafen-"Tatort", der auch der Lebenskrise der Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) wieder viel Platz einräumt.
Odenthal kämpft um ihre Kraftreserven Schon ein paar Folgen zuvor hatten die Verantwortlichen die Figur der verdienten Kriminalerin neu justiert.
Nach überwundenem Burnout kämpft die drahtige Powerfrau um ihre Kraftreserven und ihren Platz im Leben und im Job.
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