US-Medienberichte - CIA-Chef Ratcliffe zu Geheimbesuch in Moskau
US-Medienberichte CIA-Chef offenbar zu Gesprächen in Moskau Stand: 25.08.2026 • 20:42 Uhr
Der Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, Ratcliffe, ist Medienberichten zufolge nach Moskau geflogen. Die Ukraine soll demnach vorab informiert worden sein. Weder die USA noch Russland bestätigen die Reise.
CIA-Chef John Ratcliffe ist nach mehreren US-Medienberichten zu Gesprächen mit russischen Regierungsvertretern nach Moskau gereist. Mit wem sich Ratcliffe traf und worüber gesprochen wurde, blieb unklar. Die CIA lehnte eine Stellungnahme ab, das Präsidialamt in Moskau reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.
Es wäre der erste bekannte Besuch eines US-Geheimdienstchefs in der russischen Hauptstadt seit November 2021. Damals hatte der CIA-Chef William Burns ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin - rund drei Monate vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine.
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Dem US-Nachrichtenportal Axios zufolge setzte die US-Regierung die Ukraine über den Besuch des CIA-Chefs vorab in Kenntnis. Washington habe Kiew gebeten, Angriffe auf russisches Territorium bis zu dessen Abreise auszusetzen, berichtete die Plattform unter Berufung auf eine nicht näher benannte Quelle.
Hintergrund der Reise könnten neuerliche russische Drohungen mit einer Eskalation im seit 2022 währenden Krieg gegen die Ukraine sein. Kremlchef Wladimir Putin sprach am Samstag von der durch Kiew mit Angriffen auf das russische Hinterland geöffneten "Büchse der Pandora". Allerdings hatte der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, bereits zuvor ein persönliches Treffen mit Ratcliffe nicht ausgeschlossen. Die Geheimdienstler führten seit 2025 mehrfach Telefongespräche.
Auch das Thema Iran könnte Inhalt der Gespräche gewesen sein. Die Regierung in Moskau unterhält eine enge strategische Partnerschaft mit dem Iran. Teheran hat Russland unter anderem mit Drohnen für den Krieg gegen die Ukraine beliefert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Russland im März wiederum vorgeworfen, dem Iran russische Drohnen zur Verfügung zu stellen. Die US-Regierung hatte Staaten mit Sanktionen gedroht, sollten sie ihre Geschäftsbeziehungen zum Iran nicht kappen.
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Zuvor hatte der Flug einer US-amerikanischen Militärtransportmaschine von Riga nach Moskau Spekulationen ausgelöst. Die Route des Flugzeugs konnte über das Flugverfolgungsportal Flightradar24 beobachtet werden.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete am Abend, dass Ratcliffe Moskau bereits wieder verlassen habe. Ein Flugzeug, in dem sich vermutlich der CIA-Direktor befand, sei aus Moskau abgeflogen.
Dieses Thema im Programm: MDR Aktuell | Nachrichten | 25.08.2026 | 18:00 Uhr
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