Elfer-Krimi bei Viertligist - Wolfsburg patzt sich fast raus!
Das war knapp. Lange sah es in Berlin nach einer dicken Pokal-Überraschung aus. Denn Viertligist VSG Altglienicke zeigte dem VfL Wolfsburg die Grenzen auf und zwang den Bundesliga-Absteiger in die Verlängerung. Zum Vergleich: Allein VfL-Kapitän Maximilian Arnold (32) ist mit einem Marktwert von 3 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de ) so viel wert wie der gesamte Kader Altglienickes. Erst im Elfmeterschießen konnte der VfL die Sensation verhindern. 2:2 nach 90 Minuten, 3:3 nach Verlängerung, am Ende 9:8 nach Elfmeterschießen.
Nach sechs traf Jonas Nietfeld (32) zum 1:0 für den Regionalligisten, das erste Gegentor für Wolfsburg in dieser Saison. In der 55. Minute war es dann der eingewechselte Arnold, der aus 28 Metern den Ausgleich erzielte. Aber die gute Laune hielt nicht lange: In der 71. Minute leistete sich Jakub Zielinski (18) einen Monsterbock. Der Wolfsburg-Torwart verlor den Ball als letzter Mann an Jonas Saliger (22), der traf zum 2:1. Dann kam wieder Arnold, erzielte sieben Minuten vor Schluss mit einem Traumfreistoß den erneuten Ausgleich. Den nächsten Aussetzer gab es dann ausgerechnet von Arnold. In der 110. Minute unterläuft er einen langen Ball. Und Mehmet Ibrahimi (23) trifft zum 3:2. Die Rettung kam drei Minuten vor Schluss. Eine scharfe Hereingabe von Reese befördert Verteidiger Hauke Wahl (32) zum 3:3 ins Tor.
Elfmeterschießen. Bitter: Es wurde auf das Tor geschossen, hinter dem es keine Tribüne gab. Ausgerechnet Wolfsburgs Top-Star Fabian Reese (28) scheiterte als vorletzter Schütze unter einem Pfeifkonzert an Luis Zwick (32). Aber den Matchball vergab Sven Sonnenberg (27). Als siebter Schütze scheiterte Mehmet Ibrahimi (23). Damit lag die Entscheidung bei Kilian Fischer (25). Wolfsburgs Verteidiger blieb cool und traf zur Entscheidung.
Dennoch: Die Niedersachsen zeigten eine Horror-Vorstellung. Von zwei Klassen Unterschied keine Spur. Zweikampfschwach, offensiv harmlos und ideenlos. Da gilt als Ausrede auch nicht, dass Trainer Tobias Strobl (38) auf seinen verletzten Zehner Fraser Hornby (26/Achillessehnen-Probleme) und auf seinen Top-Stürmer Robert Glatzel (32/muskuläre Probleme) verzichten musste. Hilfreich war dagegen Strobls Dreierwechsel nach der Pause – vor allem die Hereinnahme von Arnold.
Kurios: Die Verlängerung brachte die Anzeigetafel im Stadion auf dem Wurfplatz, in Sichtweite des Olympiastadions, an ihre Grenzen, konnte keine Minuten über 90 anzeigen. Deswegen zählte die Digitaluhr noch mal von vorn. Und die Zuschauer mussten die genaue Dauer der Verlängerung errechnen.
Ein Wiedersehen gab es übrigens für John Brooks (33). Der Ex-US-Nationalverteidiger feierte nach muskulären Problemen sein Kader-Comeback bei den Berlinern gegen seinen alten Arbeitgeber (2017 bis 2022 beim VfL). Auch für Wolfsburgs Reese war es eine ganz besondere Begegnung. Denn der Angreifer kehrte erstmals nach seinem Wechsel von der Hertha zum VfL zurück nach Berlin. Im Stadion gab es selbst von den Altglienicke-Fans laute Pfiffe bei seinen Ballkontakten.
VfL Wolfsburg: Zielinski – Fischer, Wahl, Adjetey (77. Dardai), Maehle (46. Kumbedi) – Souza (46. Arnold), Damar, Svanberg (46. Rexhbecaj) – Bernhardsson (68.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild Sport.