Sexualisierte Gewalt auf Fest: „Wasenboje“ - Wo das Volksfest seine Schattenseiten zeigt
Die „Wasenboje“ auf dem Cannstatter Volksfest bietet Hilfe für Mädchen und Frauen auf dem Wasen an.
Welche Fälle dort besonders häufig gemeldet werden und wie das Angebot angepasst wurde.
Nach sexuellen Belästigungen, körperlichen Übergriffen oder einem Verdacht auf K.-o.-Tropfen können Mädchen und Frauen auf dem Cannstatter Volksfest die „Wasenboje“ aufsuchen.
Die Anlaufstelle soll Mädchen und Frauen niedrigschwellig Hilfe anbieten - auch wenn sie keine Anzeige erstatten wollen. „Wir gehen auch immer noch trotzdem von einem erheblichen Dunkelfeld aus auf dem Gelände, einfach weil ganz viel weder bei der Polizei noch beim DRK noch bei den Sicherheitsdiensten und noch bei uns landet“, erzählt Marc Reinelt von der kommunalen Kriminalitätsprävention in Stuttgart.
Der dunkelblaue Container mit neongrünem Logo spiele dennoch eine wichtige Rolle bei der 179.
Auflage des „Herbst-Wasens“, der vom 25.
September bis zum 11.
Oktober stattfindet.
Letztes Jahr strömten 4,2 Millionen Besucher auf den Festplatz.
Polizei registriert vor allem sexuelle Belästigungen Bei der Wasenwache wurden nach Auskunft der Polizei im vergangenen Jahr 19 Anzeigen wegen sexueller Belästigung erstattet.
In den meisten Fällen ging es demnach um unsittliche Berührungen.
Im Jahr 2024 waren es 23 Anzeigen.
Zudem wurde 2025 ein Fall wegen der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen angezeigt, 2024 waren es laut Polizei drei.
Wie viele der Betroffenen zum Zeitpunkt eines Vorfalls alkoholisiert waren, lässt sich nach Angaben der Polizei nicht beziffern.
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