Landtagswahl in MV: Warum Schwesig trotz SPD-Tief Chancen auf Wiederwahl hat
Die SPD ist bundesweit im Umfragetief.
Im Landtagswahlkampf Mecklenburg-Vorpommerns erlebt auch die Ministerpräsidentin Gegenwind.
Trotzdem ist sie beliebter als die Genossen in Berlin.
Es wird ungemütlich, als Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei einer SPD -Kundgebung im Landtagswahlkampf auf dem Marktplatz in Neubrandenburg auftritt.
Das liegt nicht nur am kurz einsetzenden Nieselregen, sondern auch an geschätzt 50 lautstarken Gegendemonstranten, die trillern, pfeifen und buhen. „Wir sind nicht mit Russland im Krieg“, steht auf einem ihrer Plakate, auf einem anderen werden ARD und ZDF als Erschießungskommando der Wahrheit verunglimpft.
Es kommt kurz zum Gerangel, als ein Mann mit einem Megafon durch die Zuschauerreihen nach vorn drängt, um die Rede zu stören.
Erst der Neubrandenburger SPD-Direktkandidat Erik von Malottki kann die Wogen glätten.
Er habe versucht, den aus der Querdenkerszene stammenden Mann zu beruhigen, weil es bei der Wahl um landespolitische Fragen gehe und dieser sich wegen bundespolitischer Themen aufgeregt habe, fasst der Ex-Bundestagsabgeordnete die Szene zusammen.
Am 20.
September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt.
Derzeit deutet viel auf eine Pattsituation im Land hin.
Für eine Alleinregierung der AfD reicht es Umfrageergebnissen zufolge bislang nicht.
Aber auch Schwesigs rot-rote Koalition hätte keine Mehrheit.
Die CDU will weder mit der Linken noch mit der AfD koalieren.
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