Erholung auf Reisen: Psychologie-Professor verrät: So wird der Urlaub wirklich erholsam
Gibt es die perfekte Formel für Urlaub? Ein Psychologie-Professor erklärt die ideale Dauer und worauf es beim Abschalten ankommt.
Herr Professor Egold, die meisten Menschen beklagen, dass sie zu wenig Urlaub haben.
Wie sinnvoll wäre eigentlich das Gegenteil: zu viel Urlaub? Ich würde zunächst einmal fragen, wofür wir Urlaub machen.
Wie lautet ihre Antwort? Urlaub sollte Erholung sein, also eine Auszeit von der Arbeit, die einem den Lebensunterhalt sichert.
Braucht der Mensch davon abgesehen die Arbeit? Die klare Antwort: Ja! Menschen ziehen aus Arbeit Sinn und Identität.
Sie strukturiert unsere Zeit und einen Großteil unseres Lebens.
Von Rentnerinnen und Rentnern wissen wir, dass sie oft in ein Loch fallen, wenn sie in Pension oder Rente gehen, weil ihnen der Sinn, aber auch die Alltagsstruktur, die Arbeit bietet, wegbricht.
Was passiert mit uns, wenn wir Urlaub machen? Unser Körper „fährt herunter“.
Der Schlaf wird ruhiger, die Blutdruckwerte sinken, der Adrenalinspiegel auch.
Das braucht allerdings ein paar Tage, bis sich das eingegroovt hat und wieder auf einem normalen Niveau ist.
Interessanterweise berichten viele Menschen davon, dass der Stress vor dem Urlaub besonders hoch ist.
Inwiefern? Viele meinen, sie müssten vor dem Urlaub so viel wie möglich erledigen, das heißt, sich noch mehr aufladen, Unerledigtes wegarbeiten.
Frauen betrifft das oft noch stärker, weil sie häufig die Urlaubsvorbereitungen übernehmen: Urlaubsort aussuchen, buchen, Kofferpacken.
Menschen sind dann so belastet, sie stehen so unter Strom und Druck, dass sie länger brauchen, bis sie biologisch wieder in einem Gleichgewichtszustand sind.
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