Boss tritt überraschend zurück - Ski-Beben kurz vorm Saisonstart
Sölden – Zwei Wochen vor dem Start der alpinen Ski-Saison in Sölden (Österreich) der große Knall. Markus Waldner (63), langjähriger Renndirektor des Ski-Weltverbands Fis, räumt überraschend seinen Posten.
In einem offiziellen Statement vom Donnerstag erklärte Waldner: „Die Verantwortung für den alpinen Skisport auf höchstem Niveau zu tragen, ist ein Privileg, aber auch eine Position, die mit enormem Druck verbunden ist.“
Und weiter: „Im Laufe der Jahre hat sich dieser Druck so weit aufgebaut, dass ich nun das Gefühl habe, nicht mehr über die nötige Energie und die richtige Einstellung zu verfügen, um eine weitere volle Saison so zu bestreiten, wie ich es mir wünschen würde.“ Waldner war zwölf Jahre für die alpinen Rennen der Männer verantwortlich. Zumindest für den ersten Teil der Saison übernimmt vorerst Peter Gerdol (63), der auch Renndirektor für die alpinen Frauen ist.
In den vergangenen Jahren waren die Alpinen aufgrund zahlreicher Stürze immer wieder von Sicherheitsdiskussionen begleitet worden. Zudem musste die Fis viel Kritik für ihre Klimastrategie einstecken.
Und: Nicht der einzige Ski-Wirbel vor dem Start der neuen Saison. Claude-Alain Schmidhalter (62) ist als Präsident des Organisationskomitees der alpinen Ski-WM im kommenden Februar in Crans-Montana zurückgetreten. Der Entscheid folgte auf den Beschluss einer temporären Amtsenthebung. Hintergrund ist ein laufendes Strafverfahren gegen den Schweizer Unternehmer.
Schmidhalter erklärte anschließend in einem Statement: „Ich nehme den Entscheid von Swiss-Ski und dem Organisationskomitee der Ski-WM 2027, mich bis auf Weiteres vorläufig von meinen Aufgaben zu entbinden, zur Kenntnis und respektiere ihn.“ Und weiter: „Ich ziehe daraus die Konsequenzen und trete per sofort als Präsident des Organisationskomitees der Ski-WM 2027 und als Vizepräsident von Swiss-Ski zurück.“
Auslöser ist eine Anklage der Staatsanwaltschaft des Schweizer Kantons Wallis. Wie unter anderem der Schweizer „Blick“ berichtet, muss sich Schmidhalter am 27. Oktober vor dem Bezirksgericht Brig-Glis verantworten. Ihm und einem weiteren Beschuldigten werden Betrug und ungetreue Geschäftsführung vorgeworfen. Schmidhalter weist die Vorwürfe entschieden zurück.
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