Ukraine-Kämpfer schon bestraft: Soll die EU russischen Touristen die Einreise verbieten?
Russen, die in der Ukraine an Gefechten beteiligt waren, dürfen bald nicht mehr in die EU einreisen. Die meisten russischen Zivilisten bekommen noch ihre Visa für den Sommerurlaub in Europa. Allerdings könnte sich das bald ändern.
Allein im Juli haben russische Truppen nach UN-Angaben mindestens 437 Zivilisten in der Ukraine getötet. Mehr Todesopfer in einem Monat gab es nur in den ersten Wochen nach Beginn der Invasion im Frühjahr 2022. Während der Terror des Kremls immer mehr Ukrainer ihr Leben kostet, machen auch dieses Jahr wieder Tausende russische Touristen in der Europäischen Union Urlaub. Dafür müssen sie nur ein Kurzzeit-Visum für den Schengenraum beantragen; große Einschränkungen gelten lediglich in einigen osteuropäischen Ländern. Die Diskussion über die Frage, ob das so bleiben soll, wird in Brüssel bald wieder an Fahrt aufnehmen.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte an, im Herbst die "weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges" vorzulegen. Die Zahl der sanktionierten Personen, Unternehmen und sonstigen Einrichtungen solle dabei um ein Drittel steigen, sagte sie der "Welt". Während der Verhandlungen über das letzte Sanktionspaket einigten sich die europäischen Staats- und Regierungschefs im Rat bereits darauf, einer bestimmten Gruppe die Einreise in die EU zu verbieten: Russen, die seit Kriegsbeginn nachweislich an Kampfhandlungen in der Ukraine beteiligt gewesen sind.
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