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Musk sichert sich Frequenzen: SpaceX setzt Telekom-Aktie mit Mobilfunkplänen schwer zu

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Musk sichert sich Frequenzen: SpaceX setzt Telekom-Aktie mit Mobilfunkplänen schwer zu

Das Gerücht gibt es schon länger - nun wird es zur Gewissheit. Elon Musks Raumfahrt-Firma SpaceX drängt auf den Mobilfunkmarkt. Das setzt die Papiere der Telekom-Konzerne unter Druck. Experten sind noch skeptisch, ob der Deal rasche Auswirkungen haben wird.

SpaceX und seine Satellitentochter Starlink drängen verstärkt in den US-Mobilfunkmarkt. Und das setzt hierzulande die Aktien der Telekom erheblich unter Druck. Der Raumfahrt-Konzern des Milliardärs Elon Musk teilte mit, er habe sich ein landesweites Portfolio an Mobilfunk-Frequenzen gesichert. Damit kann das Unternehmen künftig satellitengestützte Sprach- und Internetverbindungen über handelsübliche Smartphones anbieten. Bislang ist Starlink hierfür meist auf Kooperationen mit klassischen Telekom-Konzernen wie T-Mobile angewiesen. Deren Aktien gingen als Reaktion auf die Transaktion auf Talfahrt - und zogen die Papiere der Mutter im Dax mit.

Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" übernahm SpaceX ein Frequenzspektrum im Bereich um 800 Megahertz für acht Milliarden Dollar vom Finanzinvestor Grain. Diese Funkfrequenzen sind zwar nicht für datenintensive Anwendungen geeignet. Sie ermöglichen aber Verbindungen in Gegenden mit vielen Hindernissen wie Häuserschluchten oder Wäldern.

"Wir gehen davon aus, dass SpaceX ein äußerst attraktives Paket aus Starlink-Breitband und -Mobilfunk anbieten wird", schrieben die Analysten des Research-Hauses William Blair. Sie hielten es sogar für möglich, dass die Künstliche Intelligenz (KI) "Grok" der SpaceX-Sparte xAI darin enthalten sein werde. Brendan Carr, der Chef der US-Telekomaufsicht FCC, begrüßte den Frequenzkauf. "Wir werden mehr Investitionen und mehr Chancen für eine Vielzahl von Anbietern sehen, und Amerika wird bei den Technologien der nächsten Generation weltweit führend sein - zum Nutzen der Verbraucher im ganzen Land."

Seine Behörde muss die aktuelle Transaktion genehmigen. Vor einigen Tagen gab sie SpaceX grünes Licht, 15.000 Satelliten ins All zu bringen, die für Mobilfunkverbindungen im Zwei-Gigahertz-Bereich optimiert sind. Dieses Frequenzspektrum hatte sich Starlink im vergangenen Jahr weltweit für 19,6 Milliarden Dollar gesichert. Satellitentelefonie über handelsübliche Smartphones gewinnt an Bedeutung. Bislang werden für Gespräche und Datenübertragungen in unwegsamem Gelände oder in Katastrophengebieten meist spezielle Geräte genutzt, deren Antennen jedoch freie Sicht zum Himmel benötigen.

Die Aktionäre der traditionellen Telekom-Konzerne AT&T, T-Mobile und Verizon machte die Aussicht auf einen verschärften Wettbewerb dagegen nervös. Die Papiere dieser Unternehmen brachen im nachbörslichen Handel an der Wall Street um jeweils etwa sechs Prozent ein. Die Titel der T-Mobile-Mutter Deutsche Telekom verloren sogar teils mehr als acht Prozent und steuerten auf den größten Tagesverlust seit dreieinhalb Jahren zu.

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