Hysterektomie: Ablauf und Folgen einer Gebärmutterentfernung
Die operative Gebärmutterentfernung wird in der Fachsprache als Hysterektomie bezeichnet. Dabei wird die Gebärmutter entweder ganz oder nur teilweise entfernt. Ziel ist es Beschwerden und Symptome zu lindern, die durch Erkrankungen oder Verletzungen der Gebärmutter entstehen.
Wie häufig eine Hysterektomie durchgeführt wird, zeigt eine Studie des Robert-Koch-Instituts aus den Jahren 2008 bis 2011: Rund jede sechste Frau gab an, dass ihre Gebärmutter entfernt wurde. Seit 2005 ist die Zahl der Eingriffe allerdings zurückgegangen. Grund dafür sind unter anderem neue Therapiemöglichkeiten für gutartige Erkrankungen der Gebärmutter.
Bei bestimmten Krebserkrankungen kann eine Hysterektomie unvermeidbar sein, um den Tumor vollständig zu entfernen. Der operative Eingriff kann aber auch bei gutartigen Erkrankungen sinnvoll sein, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichen. Das kann etwa bei Myomen , starken Regelblutungen, Endometriose oder einer Gebärmuttersenkung der Fall sein. Da die Gebärmutter für die Fortpflanzung eine zentrale Rolle spielt und der Eingriff für viele Frauen auch emotional belastend sein kann, wird eine Hysterektomie meist erst dann in Betracht gezogen, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht helfen.
Nicht jede Hysterektomie ist gleich, da bei jedem Eingriff individuell geschaut wird, welche Organe und Gewebe entfernt werden müssen und sollen. Prinzipiell gibt es drei verschiedene Formen der Gebärmutterentfernung:
Wenn klar ist, welche Form der Hysterektomie notwendig ist, kann die Gebärmutter auf unterschiedliche Weise operativ entfernt werden.
Um die Gebärmutter operativ zu entfernen, stehen drei verschiedene Methoden zur Verfügung:
Je nach Methode dauert eine Gebärmutterentfernung etwa ein bis zwei Stunden und findet dabei unter Vollnarkose statt.
Bei einer laparoskopischen Hysterektomie erfolgt der Eingriff über kleine Schnitte in die Bauchdecke. Mithilfe einer Kamera und spezieller Instrumente wird die Gebärmutter im Bauchraum zerkleinert und anschließend vorsichtig abgesaugt. Dieses Verfahren ist schonend und geht häufig mit einer raschen Genesung einher.
Wie der Name schon vermuten lässt, wird bei einer vaginalen Hysterektomie die Gebärmutter durch die Scheide entfernt. Dieses Verfahren wird in der Regel bevorzugt, da es mit einer kurzen Genesungszeit und wenig Komplikationen einhergeht. Allerdings darf für einen solchen Eingriff die Gebärmutter nicht zu groß sein, da sie sonst nicht über die Vagina entfernt werden kann.
Bei einer abdominalen Hysterektomie wird die Gebärmutter über einen Bauchschnitt entfernt. Dieses Verfahren ist häufig belastender als eine vaginale oder laparoskopische Hysterektomie, wird allerdings notwendig, wenn zum Beispiel durch eine Krebserkrankung weiteres Gewebe entfernt werden muss.
Egal für welche Art des operativen Eingriffs sich entschieden wird - eine Hysterektomie ist in der Regel mit einem stationären Krankenhausaufenthalt verbunden. In den ersten Tagen nach dem Eingriff kann es zu Schmerzen und Ziehen im Unterleib kommen. Wie lange die Genesung dauert, hängt nicht nur von der gewählten Operationsmethode, sondern auch von der individuellen Wundheilung ab.
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