Ölpreise geben nach: Fed-Entscheid schickt Dow auf Talfahrt
Die Zinserhöhung ereilt die Wall Street nicht unerwartet. Dass die Fed auch weitere Zinsschritte nach oben in Aussicht stellt, kommt allerdings nicht gut an. An den Aktienmärkten geht es danach nach unten, Tech-Werte können sich aber behaupten.
Die erste Zinserhöhung der US-Notenbank Fed seit mehr als drei Jahren hat die Anleger an der Wall Street am Mittwoch in die Flucht geschlagen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,2 Prozent tiefer auf 51.462 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,4 Prozent auf 7552 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq behauptete sich nahezu unverändert bei 25.978 Punkten. Vor der Zinsentscheidung hatten die Indizes noch im Plus gelegen.
Vor dem Hintergrund der hartnäckig hohen Inflation hatten die Währungshüter den Leitzins um 0,25 Punkte angehoben. Die Teuerung wird durch die stark gestiegenen Rohölpreise infolge des Krieges der USA und Israels gegen den Iran angetrieben. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, teilte die Fed mit. Weitere Zinsschritte in naher Zukunft seien wahrscheinlich, um die Teuerung zeitnah zu senken.
Fed-Chef Kevin Warsh erklärte, die US-Wirtschaft sei seit der letzten Sitzung stärker geworden, der Inflationstrend habe sich jedoch kaum verbessert. "Tatsache ist, dass die Fed im Kampf gegen die Inflation geeint zu sein scheint", sagte Ryan Detrick, Chef-Marktstratege der Carson Group. Die gute Nachricht sei, dass die Notenbank nicht davon ausgehe, dass mehrere Zinserhöhungen in den kommenden Monaten der soliden Gesamtwirtschaft viel anhaben würden. Robuste Einzelhandelsdaten für August hatten gezeigt, dass die Verbraucher trotz der steigenden Preise weiterhin konsumieren.
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