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Eilmeldung - Volkswagen will Werk in Osnabrück verkaufen

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Eilmeldung - Volkswagen will Werk in Osnabrück verkaufen

Osnabrück – Volkswagen will das Werk Osnabrück an den Finanzinvestor Aurelius und das Land Niedersachsen verkaufen. Aus dem Standort soll schrittweise ein Kompetenzzentrum für Sicherheit und Verteidigung werden, wie der Autobauer heute mitteilte. Für einen Großteil der Beschäftigten wäre die Zukunft damit gesichert. Nach Angaben von VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo (51) können mehr als 1.200 Menschen in Osnabrück weiterarbeiten. Für die übrigen Mitarbeiter suche man noch nach einer Lösung.

Aurelius Capital ist eine Investmentgesellschaft mit Hauptsitz in Tel Aviv und spezialisiert auf Beteiligungen in den Bereichen Verteidigung, Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz und kritische Infrastruktur. Der Investor soll künftig die Mehrheit an der Volkswagen Osnabrück GmbH halten, das Land Niedersachsen eine Minderheit.

In dem Werk sollen künftig unter anderem Systeme und Komponenten für die Luftverteidigung entwickelt und produziert werden. Als erstes großes Projekt ist eine Zusammenarbeit mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael geplant. Das Unternehmen ist vor allem als Hersteller des Raketenabwehrsystems „Iron Dome“ bekannt . Rafael-Chef Joav Tourgeman sagte, Ziel sei, die Technologie zum Schutz Deutschlands und Europas vollständig in Deutschland zu produzieren.

Der geplante Verkauf fällt mitten in den tiefgreifenden Umbau bei Volkswagen . Der Konzern hatte bereits Ende 2024 beschlossen, die Fahrzeugproduktion in Osnabrück im Sommer 2027 auslaufen zu lassen. Die Porsche-Fertigung endete bereits 2025, aktuell wird dort nur noch das T‑Roc-Cabrio gebaut.

Damit steht der traditionsreiche Standort vor einem radikalen Wandel. Das Werk geht auf den Karosseriebauer Karmann zurück, der unter anderem den Karmann-Ghia und das Käfer-Cabrio fertigte. Nach der Karmann-Insolvenz 2009 übernahm Volkswagen große Teile des Werks.

VW-Chef Oliver Blume sprach von einem „wichtigen Schritt“, um dem Standort eine neue industrielle Zukunft zu eröffnen. Der Verkauf ist allerdings noch nicht endgültig besiegelt. Zunächst müssen weitere Vereinbarungen, Gremienbeschlüsse und behördliche Prüfungen folgen.

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