Neue Ausstellung: Von Bonn nach Flensburg – Kunstschätze der Landesvertretung
Erstmals zeigt ein Museum die Kunstsammlung der ehemaligen Landesvertretung Schleswig-Holstein in Bonn – und öffnet damit ein Fenster zur Kulturgeschichte von den 1950er bis in die 1990er Jahre.
Mehr als 20 Jahre schlummerten die Bilder nach dem Umzug von Bonn nach Berlin vergessen im Keller der Schleswig-Holsteinischen Landesvertretung.
Nun werden die rund 50 Werke unter dem Titel „Bonn - Berlin - Flensburg - Die Sammlung der Landesvertretung Schleswig-Holstein“ von Samstag an bis zum 10.
Januar 2027 erstmals in einem Museum präsentiert.
Zunächst prägten Landschaftsbilder und historische Stadtansichten die Sammlung.
Später rückte zunehmend die zeitgenössische Kunst des Landes in den Mittelpunkt.
Es sei eine sehr bunte Mischung, sagte der Leiter des Museumsberges in Flensburg , Michael Fuhr.
Ein Sammelsurium, dass von Originalstichen aus der Renaissance - darunter die älteste Stadtansicht Rendsburgs (um 1583) bis hin zu zeitgenössischen Positionen reicht.
Wer mit dem Sammeln angefangen habe, nach welchen Kriterien und auch ob es jemals so etwas wie ein Sammlungskonzept gegeben habe, lasse sich nicht mehr rekonstruieren, sagte Fuhr.
Unterlagen dazu gebe es nicht.
Eine klare Ankaufspolitik scheint es nicht gegeben zu haben.
Zumindest findet sich die gleiche Kieler Marktplatzansicht gleich zweimal in der Sammlung.
Aber dennoch: Gerade die frühen Erwerbungen lassen laut Fuhr eine kulturpolitische Haltung erkennen.
Unterstützt wurden demnach unter anderem Künstlerinnen und Künstler, die nach Krieg und NS-Zeit nur schwer wieder Fuß fassen konnten - darunter Horst Skodlerrak, Annemarie Ewertsen und Leonore Vespermann.
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