Spülmaschine - Darum spart das langsame Eco-Programm bares Geld
Viele drücken ihn täglich – doch kaum einer weiß, was im Inneren der Spülmaschine wirklich passiert. Der Eco-Modus verspricht sauberes Geschirr, weniger Stromverbrauch und eine kleinere Rechnung. Aber wie schafft er das? Bei einem Experten wurde nachgefragt. Die Antwort überrascht: Der Spar-Trick liegt nicht in mehr Power, sondern in Geduld.
Viele moderne Geräte haben heute ein Eco-Programm. Es soll Energie sparen – und damit auch Geld. Allerdings läuft dieser Spülgang deutlich länger als andere Programme. Trotzdem soll das Geschirr am Ende genauso sauber sein wie beim regulären Waschgang.
Was steckt dahinter? „Eco-Programme von Spülmaschinen arbeiten bei niedrigerer Temperatur als ‚Normalprogramme‘ und sparen dadurch Energie“, erklärt Dr. Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IKW) auf myHOMEBOOK -Anfrage (gehört ebenfalls zu Axel Springer). „Damit bei niedrigerer Temperatur aber gleich gute Reinigungsleistungen erzielt werden, muss die Zeit verlängert werden.“
Die Maschine läuft länger, verbraucht aber trotzdem weniger Energie. Der Grund ist simpel. Nicht das Drehen der Sprüharme kostet am meisten Strom, sondern das Aufheizen des Wassers .
Wie der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. in einer Pressemitteilung erklärt, arbeitet die Spülmaschine im Eco-Programm sparsamer durch:
Um die geringere Hitze auszugleichen, verlängert sich die Laufzeit. Rund drei Stunden kann ein Eco-Spülgang dauern. Zum Vergleich: Beim Kurzwaschprogramm der Waschmaschine wird laut Experten kein Geld gespart.
Dr. Glassl stellt klar, wo der größte Posten liegt. Das Drehen der Sprüharme und das Pumpen des Wassers brauchen deutlich weniger Energie als das Aufheizen auf die Temperatur eines Normalprogramms. Das gilt für beide Programme. Weil das Eco-Programm mit niedrigeren Temperaturen arbeitet, fällt die Ersparnis deutlich aus. Doch wer nur noch im Sparmodus spült, sollte eines bedenken.
Wird die Spülmaschine ausschließlich im Eco-Programm betrieben, können sich mit der Zeit Ablagerungen bilden. Vor allem an Stellen, die man nicht sieht. Dort setzt sich Schmutz fest und kann die Maschine beeinträchtigen. Im Extremfall entstehen sogar Keimherde.
Dr. Bernd Glassl, Reinigungsexperte, empfiehlt deshalb: „Einmal pro Monat soll die Spülmaschine bei 60 Grad oder mehr mit einem bleichmittelhaltigen Maschinengeschirrspülmittel laufen, damit sich in Rohrleitungen oder an Stellen, die normalerweise nicht zu sehen sind, keine Biofilme und Fettablagerungen bilden.“
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