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Kultur

Rückfällig geworden: Missbrauch im Hafturlaub in Bayern? Ministerin sieht Fehler

Stern ·
Rückfällig geworden: Missbrauch im Hafturlaub in Bayern? Ministerin sieht Fehler

Ein verurteilter Sexualstraftäter soll während eines Hafturlaubs erneut Jungen missbraucht haben.

Doch Haftlockerungen gelten als wichtig vor einer Entlassung.

Was nun? Ein Sexualstraftäter aus Niedersachsen soll in seinem Hafturlaub in Bayern rückfällig geworden sein und dort mehrere Kinder missbraucht haben.

Die Landesregierung in Hannover will deswegen jetzt Lücken im Umgang mit solchen Fällen schließen.

Niedersachsens Justizministerin Kathrin Wahlmann (SPD) sagte, vor den Haftlockerungen in der Jugendanstalt in Hameln sei eine psychologische Stellungnahme zu dem 23-Jährigen eingeholt worden, vor dem Hafturlaub aber nicht.

Das sei ein „Versäumnis“ gewesen, betonte die SPD-Politikerin.

Der 23-Jährige saß seit April 2021 wegen vergleichbarer Taten eine knapp fünfeinhalb Jahre lange Haftstrafe in der Jugendanstalt in Hameln ab, dort wurde er auch therapiert.

Vor dem Hafturlaub soll er bereits mehrere Ausgänge gehabt haben.

Zur Vorbereitung auf eine Haftentlassung wurde ein Hafturlaub gewährt.

Dabei soll der 23-Jährige in Bayern Kontakt zu minderjährigen Kindern gehabt haben, es soll zu schweren sexuellen Übergriffen gekommen sein.

Er wurde noch während des Hafturlaubs wieder festgenommen.

23-Jähriger ab Oktober erneut vor Gericht Ein Opfer aus dem Raum Aschaffenburg soll zur Tatzeit zwischen März und Mai 2025 zwölf Jahre alt gewesen sein.

Der Verdächtige soll sich zudem im Juli 2025 an einem damals Elfjährigen sexuell vergangen haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 23-Jährigen mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch, das Herstellen kinderpornographischer Inhalte, Vergewaltigung und Körperverletzung vor.

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