Strafen-Ärger macht Kasse voll - Kommt Dresden raus aus dem Schwitzkasten?
Null-Punkte-Wochenende, Letzter! Schlimmer hätte die DEL2-Rückkehr für Absteiger Dresdner Eislöwen nicht sein können. Spätestens durchs 3:4 bei Aufsteiger Memmingen ist schon am dritten Spieltag am Freitag (19.30 Uhr) in Crimmitschau richtig Druck drauf.
Trainer Bo Subr (46) fasst zusammen: „Es gab zu viele kleine und einfache Fehler. Wir hatten wohl die meisten Chancen und Schüsse, aber keinen Ertrag.“ Den Tschechen ärgert vor allem, dass seine Spieler ständig wegen dummer Fouls draußen saßen.
„Wir haben zu viele unnötige Strafen gezogen, die Disziplin war auch eine Lehre und nicht gut. Dadurch müssen wir acht Powerplays killen“, meint Subr zur Pleite in Bayern. Zumal auf die Specialteams eben aktuell noch kein Verlass ist. „Selbst sind wir auch sechsmal in Überzahl, was wir nicht nutzen. Das heißt aber gesamt, quasi die Hälfte des Spiels war nicht im Fünf-gegen-Fünf.“ Damit die Eislöwen mehr Zeit in voller Stärke auf dem Eis sind, wurde es für manche teuer.
Der Chefcoach: „Wir haben einen Strafenkatalog und das schlägt sich in der Mannschaftskasse nieder. Es ist alles im Vorfeld festgelegt. Wir haben ein Führungsteam in der Truppe, da kann man nochmal etwas diskutieren. Es braucht schon gute Argumente, nicht zahlen zu müssen - aber das ist die Ausnahme. Am Sonntag mussten manche in die Tasche greifen.“
Heißt: Nach zwei Partien und allein vier Stockschlägen, die als vermeidbar gelten, brauchen die Eislöwen erstmal keine Kohle, sondern Punkte.
Subr: „Wir müssen in der eigenen Struktur bleiben, waren zur falschen Zeit am falschen Ort und haben den Puck immer wieder schlecht behandelt. So bringen wir uns selbst ins Wackeln. Der Druck ist von allen Seiten hoch und die Spieler wollen auch selbst etwas erreichen. Damit können sie aber umgehen.“
Das gilt es, zu zeigen. Gerade weil man bei manchen Profis den Eindruck hatte, sie nehmen die 2. Liga vielleicht (noch) auf die leichte Schulter. Damit landet man sportlich schnell im Schwitzkasten der DEL2-Konkurrenz!
Gut: Goalie Janick Schwendener (34) steht nach seiner Verletzung wieder zur Verfügung, auch wenn Freiburg-Neuzugang Fabian Hegmann (25) in Schutz genommen wird. „Er sieht den Puck manchmal ein paar Minuten gar nicht, da ist es auch nicht einfach für die Torhüter“, erklärt Subr. „Für Schwendi ist es wichtig, dass er zurück ist, aber wir müssten ihn genauso unterstützen, wenn er im Tor steht. Das war zuletzt nicht genug.“
Verteidiger Gregory Kreutzer (26) trifft im Sachsen-Derby in Crimmitschau auf seinen Ex-Klub: „Da werden alle Freundschaften vergessen, es geht für uns jetzt nur um die Punkte. Mentalität und Fokus sind jetzt gefragt.“ Sonntag (16 Uhr) kommt Ravensburg nach Dresden - übrigens der ehemalige Arbeitgeber von Subr.
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