Ermittlungen: SPD im Landtag sucht nach Politze-Rücktritt neue Spitze
Nach dem Rücktritt von Stefan Politze als Fraktionschef steht die SPD im Landtag abermals vor einer Personaldebatte.
Eine schnelle Lösung ist nicht zu erwarten.
Die SPD im niedersächsischen Landtag muss nach dem Rücktritt von Stefan Politze eine neue Fraktionsspitze finden.
Politze hatte den Vorsitz gestern Abend nach knapp 17 Monaten im Amt niedergelegt.
Hintergrund sind Ermittlungen gegen den 61-Jährigen, derentwegen der Landtag seine Immunität aufgehoben hatte.
Zum zweiten Mal binnen eineinhalb Jahren steht die größte Fraktion im Landtag damit vor einer Personaldebatte.
Eine schnelle Entscheidung ist nicht zu erwarten: Wie aus der Fraktion zu hören ist, soll es nominell keinen Interimschef und keine Interimschefin geben.
Erst in der kommenden Woche werde über die Nachfolge beraten.
Dass es in derselben Woche auch schon eine formelle Wahl für den Fraktionsvorsitz geben wird, gilt als unwahrscheinlich.
Wer könnte auf Politze folgen? Als naheliegende Kandidatin wird die langjährige Abgeordnete Silke Lesemann gehandelt.
Wie Politze ist sie bereits seit 2008 im Landtag, seit 2017 ist sie, wie bis 2025 auch Politze, stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
Und: Wie Politze kommt sie aus dem SPD -Bezirk Hannover.
Der regionale Proporz bliebe also gewahrt.
Die Personalfrage gilt dennoch als offen.
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