Linke: "War uns nicht bekannt": Clanchef Remmo besucht Wahlparty der Berliner Linken
In Kreuzberg wird er an der Tür abgewiesen, in Neukölln kommt er rein: Issa Remmo wird auf Wahlpartys der Berliner Linken gesichtet. Einlass habe der Clanchef nur erhalten, weil "er nicht auf unserer Anmeldeliste" stand, teilt die Partei mit.
Issa Remmo hat eine Wahlparty der Linken in Neukölln besucht. Der Mann, der als Oberhaupt der bekannten Remmo-Familie gilt, wies am Rande der Veranstaltung in Neukölln Vorwürfe zurück, Teile der Berliner Linken seien antisemitisch. "Die Berliner Linke ist Juden gegenüber nicht feindlich eingestellt", sagte Remmo der "Berliner Morgenpost". Er fühle sich nach eigenen Angaben in Deutschland erstmals von einer Partei unterstützt. "Ich würde keinen judenfeindlichen Politiker wählen", fügte er hinzu. Nach Informationen von RTL/ntv beabsichtigte Remmo auch, die Wahlparty der Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp in Kreuzberg zu besuchen, wurde aber am Eingang abgewiesen. "Er hatte keine Einladung und wurde sofort raus gebeten", sagte Eralp zu RTL/ntv.
Die Linke in Berlin-Neukölln betonte nach Remmos Besuch auf der Wahlparty, dass es weder politische noch persönliche Beziehungen zu der Person gebe. "Es handelte sich um eine öffentliche Veranstaltung, zu der auch ungeladene Personen Zutritt hatten", teilte Jorinde Schulz aus dem Bezirksvorstand der Neuköllner Linke mit. "Uns war die Person und ihre Anwesenheit im Speziellen nicht bekannt, sie steht nicht auf unserer Anmeldeliste. Es gibt weder politische noch persönliche Beziehungen zu dieser Person." Der Besuch der Wahlparty habe daran "selbstverständlich nichts geändert".
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