Corinna über Beziehung zu Schumi - „Meine Mutter war dagegen“
Am 2. Oktober feiert die Doku „Schumacher '94 - Die Geburt einer Legende“ auf Netflix weltweit Premiere. BILD hat sie jetzt schon gesehen.
In dem 105-Minuten-Streifen kommen viele Weggefährten von Michael Schumacher (57) zu Wort, teilen Erinnerungen an einen der größten Formel-1-Fahrer aller Zeiten. Und die Saison, in der sein Stern so richtig aufging.
Unter anderem dabei sind Ex-Manager Willi Weber (84), RTL-Moderator Kai Ebel (62), Schumis damaliger Teamchef Flavio Briatore (74) und natürlich Michaels Ehefrau Corinna. (57), die viel Privates verrät.
► den Beginn der Beziehung: „Meine Mutter war da voll dagegen. Michael war ja immer auf der Go-Kart-Strecke und hat eigentlich immer andere rausgeschubst. Meine Mutter hat immer gesagt: „Guck’ Dir den Schumacher an! Selber haben sie eine Go-Kart-Bahn zuhause, da schmeißen sie jeden raus, der irgendwas falsch macht, und jetzt schmeißt der die Leute raus!“ Meine Mutter hat dann gesagt: „Der Schumacher, der Schumacher.“
► ihre Liebe: „Mein Herz fährt mit, wenn er gewinnt. Und auch, wenn er verliert. Mein Herz ist immer dabei. (...) Nach dem Qualifying fürs zweite Rennen sind wir in die Hotelbadewanne gegangen, da habe ich ihm die Neuigkeiten (aus dem Fahrlerlager/d.Red.) erzählt. (....) Wenn Du mit jemandem zusammen bist, auf den Du Dich jeden Tag freust, das ist doch toll!“
► Paula Abduls „Rush Rush“: „Das war damals unser Song. Wenn ich ihn heute höre, wenn ich im Auto bin, weine ich vor mich hin.“
► ihre Art, zu diskutieren: „Wir hatten eine Bank, auf der wir uns immer ausgesprochen haben, wenn etwas anlag. Wenn ich am Anfang lauter wurde, wurde er immer leiser.“
► Unterwäsche in der Fan-Post: „Er hat viel davon bekommen. Auch von einem jungen Mädel, die hat immer Unterwäsche mitgeschickt. Die hieß Jutta. Irgendwann wurde „Komm jetzt, Jutta“ sein Standardspruch.“
Die Saison 1994 – das sollte auch das Duell zwischen Weltmeister Ayrton Senna und dem Emporkömmling Schumacher werden. Doch schon beim dritten Saisonrennen verunglückte der Brasilianer im Alter von 34 Jahren tödlich. Und das an einem Wochenende, an dem schon der Österreicher Roland Ratzenberger (†33) bei einem Unfall ums Leben kam. Corinna: „Da haben wir zum ersten Mal verstanden, dass es wirklich gefährlich wird.“
Unter den Fahrern gab es nach Ratzenbergers tödlichem Unfall eine Diskussion, ob man das Rennen am Sonntag überhaupt fahren sollte. Corinna: „Ich hätte mir gewünscht, dass sie nicht gefahren wären. Michael hat auch gesagt, dass sie nicht fahren sollten. Aber wenn die Entscheidung „Fahren“ lautet, dann musst Du fahren“.
Nach Sennas Unfall weinte Schumi in der Küche der Hospitality seines Benetton-Teams, wollte seine Karriere beenden. Das bestätigt auch Willi Weber: „Er hat im Bus geweint und hat mir gesagt, dass er überlegt, ob er das nächste Rennen fahren will.“
Die Zweifel hielt er vor Corinna geheim: „Er hat nicht zu mir gesagt, dass er das nicht mehr machen kann. Ich denke, er wollte mich beschützen.“
Am Ende der Saison krönt sich Michael in einem dramatischen Finish gegen Damon Hill in Adelaide/Australien erstmals zum Weltmeister.
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