Alle gegen alle: Berliner TV-Debatte eskaliert phasenweise
Die Wahl im Land Berlin ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. CDU und Linke ringen um den Wahlsieg. Dass die Menschen in der Hauptstadt von ihrer nächsten Regierung keine Wunder erwarten sollten, wird in einer TV-Debatte mit allen Kandidaten deutlich.
Eines ist nach 105 Minuten Debatte klar: Politik im Land Berlin zu machen, ist nichts für Feiglinge. Das Spitzenpersonal von CDU, SPD, Grüne, Linken, AfD und BSW traf sich am Abend beim RBB und wollte über die Themen der Hauptstadt reden. Und daran herrscht wahrlich kein Mangel. In anderen Bundesländern sind die Topthemen vor Landtagswahlen mit Wirtschaft, Bildung und Ärztemangel meist überschaubar.
Für Berliner ist das bloß die Vorspeise. Danach geht die Debatte erst richtig los. Wobei an diesem Abend nicht einmal über die berüchtigten Schultoiletten gesprochen wurde. Der brutale Mietmarkt ist wichtiger. Dann die Vermüllung. Crack-Konsumenten in der U-Bahn. Eine Baustellenflut, die kaum koordiniert wird. 700 verletzte Schulkinder im Straßenverkehr. Demonstranten, die die Vernichtung Israels fordern. Dazu später mehr, denn das Thema Antisemitismus brachte die Runde in ziemliche Wallung.
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