Vorfall in Austin: Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE schießen Mann an
Die Behörde ICE steht wegen gewaltsamer Einsätze gegen Migranten in der Kritik.
Nun fallen erneut Schüsse - diesmal in einer texanischen Stadt.
Der Bürgermeister fordert transparente Aufarbeitung.
Beamte der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE haben in der texanischen Großstadt Austin einen Mann angeschossen.
Er sei schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, schwebe aber nicht in Lebensgefahr, erklärte Bürgermeister Kirk Watson. „Ich bin darüber sehr wütend“, sagte Watson vor Journalisten.
Viele Details des Vorfalls seien noch unklar.
Watson betonte aber, es sei inakzeptabel, dass Beamte einer Behörde, die vorgebe, für Recht und Ordnung zu sorgen, auf offener Straße auf Menschen schießen.
Eine ICE-Stellungnahme gab es zunächst nicht.
Ein Schuss traf den Mann am Sonntag im Bereich des Oberkörpers, wie die Polizei erklärte.
Unklar blieb zunächst, ob ihn die Kugel von vorn in die Brust oder von hinten in den Rücken traf.
Fotos vom Tatort legen nahe, dass sich der Mann in seinem Auto befand, als die Schüsse fielen.
Bürgermeister Watson und Austins Polizeichefin Lisa Davis forderten, dass die örtliche Polizei in die Aufarbeitung des Vorfalls eingebunden werden müsse.
Eine Untersuchung allein durch die Bundesbehörde ICE verbiete sich aus Gründen der Transparenz, sagte der Demokrat Watson.
Die ICE-Aktivitäten gegen Migranten in seiner Stadt hätten in diesem Monat stark zugenommen. „Der Horror ist in unsere Stadt gekommen“ Am Ort des Zwischenfalls kam es spontan zu kleineren Protesten gegen das Vorgehen der Bundesbehörde.
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