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Das „i“ war weg, das Geld auch - „Bretish Airways“ verkaufte falsche Taumjobs

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Das „i“ war weg, das Geld auch - „Bretish Airways“ verkaufte falsche Taumjobs

Neu-Delhi (Indien) – Keine Flugzeuge, keine Piloten, keine Wartungshallen, keine Schalter. Dafür eine eigene Personalabteilung. Willkommen bei „Bretish Airways“. Sechs mutmaßliche Betrüger sollen in Indien Jobs bei der erfundenen Airline angeboten und ahnungslose Bewerber abgezockt haben.

Die angeblichen Stellenanzeigen erschienen auf Instagram. Gesucht wurden Mitarbeiter für den Flughafen von Delhi. Wer seine Daten eingab, erhielt prompt einen Anruf aus der vermeintlichen Personalabteilung (HR, Human Resources). Eine Anruferin stellte sich als „Karishma, HR Bretish Airways“ vor.

Sie erklärte: Vor dem angeblichen Traumjob müssten die Bewerber noch ein Diplom in Airport- oder Aviation-Management erwerben. Praktischerweise hatte „Bretish Airways“ gleich die passende Schule im Angebot: das „Future Wings Learning Institute“. Der Name versprach Flügel. In der Realität bedeutete das: Das „i“ war weg. Und kurz darauf auch das Geld der Bewerber.

Denn zwischen 7000 und 10.000 Rupien, umgerechnet etwa 65 bis 95 Euro, sollten die Jobsuchenden als Aufnahme- oder Registrierungsgebühr bezahlen. Danach sollten sie angebliche Aufnahmebestätigungen, Zertifikate und Jobangebote erhalten.

Den Fall ins Rollen brachte letztlich ein 25-jähriger Bewerber. Auch er überwies 7000 Rupien. Misstrauisch wurde der junge Mann dann, als sich im Internet keine echte Fluggesellschaft namens „Bretish Airways“ finden ließ und die angebliche Personalabteilung plötzlich nicht mehr ans Telefon ging. Die Airline war vom Radar verschwunden. Er schaltete die Polizei ein.

Die Beamten der Delhi Cyber Police nahmen sechs Verdächtige fest und beschlagnahmten zwei Laptops, acht Mobiltelefone, acht SIM-Karten sowie zwei Register mit Bewerberdaten. Der mutmaßliche Drahtzieher Sandeep Kumar (23) soll bereits zuvor als Telefonwerber für Firmen gearbeitet haben, die mit falschen Luftfahrtjobs Geschäfte machten. Seine erste eigene Fake-Airline soll „Pragati Airways“ geheißen haben. Später gründete der Beschuldigte mit einem Geschäftspartner, Akhil Kumar (27) , „Bretish Airways“ und das dazugehörige Lehrinstitut. Betrieben wurde das vermeintliche Luftfahrt-Imperium aus einem gemieteten Büro in einem Einkaufszentrum im 50 Kilometer von Delhi entfernten Noida.

Der letzte Flug von „Bretish Airways“ könnte nun mit sechs „Passagieren“ direkt zum Gericht und von dort ins Gefängnis führen. One-way, ohne Rückflug.

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