„Streitbarer Konservativer“ - Wird ER der Steinmeier-Nachfolger?
Berlin – Wer wird der künftige 1. Mann im Staat? Oder wird erstmals eine Frau Staatsoberhaupt? Die Suche nach einem Nachfolger für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) läuft auf Hochtouren. Seit Monaten wird immer wieder öffentlich über mögliche Kandidaten spekuliert. Hinter den Kulissen wird jetzt ein neuer Name gehandelt. Es ist ein Top-Jurist und Hochschulprofessor!
Konkret geht es um den früheren Verfassungsrichter Udo Di Fabio (72). Der Mann soll bei der CDU hoch im Kurs stehen. Darüber berichten „Table.Briefings“ und WELT (gehört wie BILD zu Axel Springer). Der Name falle in der laufenden Personaldebatte im „Umfeld des Kanzlers und in einer CDU-geführten Landes-Regierungszentrale“, heißt es. Kanzler Friedrich Merz (70) schätze den Juristen. Der gebürtige Duisburger sei ein „streitbarer Konservativer“ und insbesondere beim Kanzler „hoch angesehen“.
Die Verbindung der beiden reicht weit zurück: Schon 2005 hielt Merz bei einer Preisverleihung der Wirtschaftslobbyorganisation INSM die Laudatio auf Di Fabio.
Brisant: Kurz vor der Bundestagswahl ließ Merz von Di Fabio ein vertrauliches Gutachten zur Reform der Schuldenbremse erstellen. Es diente als Grundlage für die XXL-Schulden. Der damalige Trick: Merz nutzte NACH der Bundestagswahl schnell noch die Mehrheiten des abgewählten, aber noch funktionsfähigen alten Bundestages, um die erforderlichen Stimmen für die Schuldenbremsen-Reform zu bekommen. Aktuell lehrt der Jurist als Seniorprofessor Öffentliches Recht an der Universität Bonn. Eine offizielle Bestätigung für den Stand der Personaldebatte gibt es aktuell nicht.
Also doch wieder ein Mann? Zuletzt wurde immer wieder gefordert, dass das Amt erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik von einer Frau bekleidet werden soll. Dabei fiel oft der Name der CSU-Politikerin Ilse Aigner (61). Für sie hatte sich CSU-Chef Markus Söder (59) öffentlich starkgemacht. Und auch Bundesbildungsministerin Karin Prien (61, CDU), ebenfalls eine Merz-Vertraute, werden Chancen eingeräumt (BILD berichtete).
Etwas Zeit ist noch. Am 30. Januar 2027 wird es jedoch ernst. Dann tritt die Bundesversammlung im Deutschen Bundestag zusammen und wählt den neuen Bundespräsidenten oder die neue Bundespräsidentin. Die zweite Amtszeit als Bundespräsident von Steinmeier endet am 18. März 2027.
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