Kein Ende in Sicht: Zermürbt der Iran-Krieg letztlich Trump selbst?
Sechs Monate nach Beginn der US- und israelischen Luftangriffe auf den Iran hat sich der Konflikt zu einer Art Zermürbungskrieg entwickelt. Der von US-Präsident Donald Trump als "kleiner Ausflug" bezeichnete Krieg belastet seine Präsidentschaft zunehmend. Der Iran hat nicht kapituliert, und der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt stark beeinträchtigt.
Ein Ende des Konflikts, für den Trump eine Dauer von vier Wochen vorausgesagt hatte, ist nicht in Sicht. Was wollte der US-Präsident ursprünglich erreichen, was davon ist ihm gelungen - und wie geht es weiter? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen:
Die Verhinderung einer iranischen Atombombe war und ist Trumps oberstes Kriegsziel. So begründete er die Angriffe auf den Iran Ende Februar vor allem mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm. Trump erklärte, er wolle die USA vor "direkten Bedrohungen" durch den Iran schützen. Der US-Präsident warf Teheran vor, "Raketen zu bauen, die bald die Vereinigten Staaten von Amerika erreichen werden". Belege dafür lieferte er nicht.
Trump hatte die Luftangriffe zudem mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon, begründet. Durch die Milizen sowie das Atom- und Raketenprogramm sieht Israel seine Existenz bedroht. Nach Recherchen von US-Medien war es letztlich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der Trump zu den Angriffen überredet hatte. Netanjahus Ziel ist dabei, den Erzfeind Iran zu schwächen.
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