"Völlige Unwahrheiten": Kuba schlägt nach Trumps Sturz-Drohung vor der UNO zurück
Mitten in Trumps Rede bei der UN-Vollversammlung verlassen Kubas Vertreter demonstrativ den Saal. Zuvor hat der US-Präsident das Land als "völlig gescheiterten Staat" bezeichnet. Die Kritik entlädt sich im Anschluss auch auf X.
Kuba hat Aussagen von US-Präsident Donald Trump vor der UN-Vollversammlung als "Unwahrheiten" verurteilt, wonach der kommunistisch regierte Inselstaat in der Karibik fallen werde. "Die US-Regierung kann nicht akzeptieren, dass Kuba ein komplett souveränes und unabhängiges Land ist", schrieb der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez auf X. "Keine der von Trump vor der UNO verbreiteten Unwahrheiten kann diese Tatsache leugnen", fügte er hinzu. Rodríguez leitet die kubanische Delegation, die zur UN-Generaldebatte nach New York gereist ist.
Mitglieder der Delegation verließen während Trumps Rede den Saal. Trump hatte bei seiner Rede gesagt, dass die USA eine "grundlegende Änderung" in Kuba anstrebten. Außenminister Marco Rubio stecke demnach tief in Verhandlungen mit Kuba. "Mal sehen, was passiert. Wir werden keinen Zufluchtsort für ausländische Gegner zulassen, von dem aus sie Amerika direkt vor unserer Haustür bedrohen können - unmittelbar vor unserer Haustür", sagte Trump. "Das kubanische Regime hat außerdem jahrzehntelang mit linksgerichteten Radikalen und kommunistischen Netzwerken hier in den Vereinigten Staaten zusammengearbeitet."
Die US-Regierung hatte Kuba in den vergangenen Monaten mit einer Reihe von Sanktionen belegt. Dadurch haben sich die jahrelange Wirtschafts- und Energiekrise sowie die humanitäre Notlage in dem Karibikstaat dramatisch verschärft. Der Kommunismus werde niemals nach Amerika kommen, sagte Trump. "Aber die Freiheit wird nach Kuba kommen."
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