Sensationelles Foto - Zeigt das „Auge Gottes“ die Zukunft unserer Sonne?
Diese Aufnahme ist spektakulär und sorgt für Gänsehaut. Viele BILD-Leser staunten am Wochenende über das Foto vom sogenannten „Auge Gottes“. Doch was verbirgt sich wirklich hinter dem geheimnisvollen Helix-Nebel in den Tiefen des Weltraums?
Weil wir direkt auf die abgestoßenen Gashüllen eines sterbenden Sterns blicken. Die ringförmige Struktur erinnert an Iris und Pupille eines menschlichen Auges. Daher stammt auch der Spitzname „ Auge Gottes “.
Aufgenommen wurde das Bild vom Astrofotografen Andreas Cordt (60) aus Filderstadt bei Stuttgart. Für solche Aufnahmen entstehen oft Hunderte Einzelbilder, die später am Computer zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden. Allein die Nachbearbeitung kann mehr als 20 Stunden dauern. Cordt zu BILD: „Mit einer Kamera wird sichtbar, was dem Auge verborgen bleibt.“
Vor rund 10.000 Jahren ging einem sonnenähnlichen Stern der Brennstoff aus. Er schleuderte seine äußeren Schichten ins All. Aus diesen gewaltigen Gaswolken entstand der Helix-Nebel, der heute zu den bekanntesten Himmelsobjekten zählt.
Der Helix-Nebel liegt im Sternbild Wassermann und ist rund 650 Lichtjahre von der Erde entfernt. Sein Durchmesser beträgt mehrere Lichtjahre. Damit gehört er zu den größten und zugleich erdnächsten planetarischen Nebeln, die Astronomen beobachten können.
Die Farben entstehen durch verschiedene Gase. Sauerstoff sorgt für blau-grüne Töne, Wasserstoff und Stickstoff für rötliche Bereiche. Die intensive Strahlung des Zentralsterns bringt die Gaswolken zum Leuchten.
Im Herzen des Nebels befindet sich der Überrest des Sterns, der ihn einst erschaffen hat. Heute ist davon ein extrem heißer Weißer Zwerg übrig geblieben. Seine Strahlung lässt die umgebenden Gase bis heute hell aufleuchten.
Möglicherweise ja. Astronomen gehen davon aus, dass auch unsere Sonne eines Tages ihre äußeren Schichten ins All abstoßen wird. Der Helix-Nebel könnte deshalb zeigen, wie unsere Heimatsonne in mehreren Milliarden Jahren aussehen wird.
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