Welterbe: Pläne für Besucherzentrum zu Darmstädter Welterbe auf Eis
Die Kommune steigt aus der Planung der Jugendstil-Vermittlung für Besucher aus.
Grund sind explodierende Kosten und fehlende Konzepte.
Wie geht es weiter? Darmstadt stoppt vorerst den umstrittenen Plan für den Bau eines Besucherzentrums für die Welterbestätte Mathildenhöhe.
Oberbürgermeister Hanno Benz (SPD) begründete dies in einer Mitteilung unter anderem mit einer Kostenexplosion von 6,2 auf 21 Millionen Euro - und der Unsicherheit, ob das Zentrum noch teurer werden könne.
Vergleichbare Besucher- und Informationszentren in Mainz und Bamberg hätten nur fünf beziehungsweise neun Millionen Euro gekostet, erklärte die Stadt Darmstadt .
Die eigene Haushaltslage sei schwierig.
Ein Zentrum des Jugendstils Die Mathildenhöhe ist ein Zentrum des Jugendstils in Deutschland.
Die Stadt Darmstadt gestand ein, dass die Bauplanung des Besucherzentrums schon vorangetrieben worden sei, ohne dass bislang ein Vermittlungskonzept und ein daraus abgeleitetes Raumprogramm vollständig vorlägen.
Jetzt solle geklärt werden, „was die Mathildenhöhe an Vermittlung tatsächlich braucht, bevor über Art und Umfang eines Gebäudes entschieden wird“.
Erst im Februar 2026 waren in ursprünglicher Vorbereitung des Baubeginns Bäume gerodet worden - begleitet von Protesten, einer Besetzung des Geländes und seiner polizeilichen Räumung.
Die einstige Entscheidung für das Besucherzentrum liegt bereits ein Jahrzehnt zurück.
Nun soll die angestrebte Vermittlung des Jugendstil-Welterbes Mathildenhöhe laut der Stadt Darmstadt „auf eine neue, integrierte Grundlage“ gestellt werden.
Mitteilung
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