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Kultur

Großbrand in Naturschutzgebiet: Waldbrand im Hohen Venn: 30 Anwohner in Monschau evakuiert

Stern ·
Großbrand in Naturschutzgebiet: Waldbrand im Hohen Venn: 30 Anwohner in Monschau evakuiert

Wegen des Feuers in einem Waldgebiet in Belgien müssen einige Bewohner des Städtchens Monschau ihre Häuser verlassen.

Sollte der Wind drehen, könnte die Rauchbelastung unerträglich werden, heißt es.

Von der angeordneten Evakuierung mehrerer Straßenzüge in der Eifelstadt Monschau infolge der nahen Waldbrände sind nach Angaben der Stadtverwaltung etwa 30 Menschen in 17 Häusern betroffen.

Wegen des Großbrands im Naturschutzgebiet Hoher Venn sei dieser Schritt vorsorglich zum Schutz der Bevölkerung ergriffen worden. „Wenn der Wind dreht, haben wir auf jeden Fall eine starke Rauchbelastung“, sagte der Stellvertreter der Bürgermeisterin, Franz-Karl Boden.

Bei Westwind könnte es auch die Tendenz geben, dass sich das Feuer Richtung Osten ausbreitet. „Die Feuerwehr ist entsprechend aufgestellt“, erklärte Boden.

Wenn die Flammen näherkommen sollten, könne die Feuerwehr reagieren. „Besser jetzt als mitten in der Nacht“ Die sofortige Evakuierung von zwei Straßenzügen am späten Sonntagabend sei „besser jetzt als mitten in der Nacht“, sagte Boden.

In einer Schule in Simmerath wurde eine Notunterkunft für Betroffene eingerichtet. „Wir haben im Moment überhaupt keine Anhaltspunkte für weitere Evakuierungen“, verdeutlichte Boden.

Die weitere Entwicklung des Brandes im Hohen Venn wird fortlaufend bewertet, wie die Verwaltung des idyllischen Fachwerkstädtchens, das auch ein beliebtes Touristenziel ist, weiter mitteilte.

Die Polizei zeigte Präsenz in den betroffenen Straßen.

Wie ein dpa-Reporter in Monschau schilderte, nahm eine Familie ein Pferd im Autoanhänger mit.

Eine andere Familie habe mit Beamten diskutiert und sei dann losgefahren. „Die allermeisten sind bei Verwandten oder Freunde untergekommen“, erklärte Boden.

Aber auch die Notunterkunft in einer Schule werde zumindest von ein paar Betroffenen genutzt.

Ständig drehender Wind erschwert Löscharbeiten Der Kampf gegen die Flammenfront im Hohen Venn, der im Osten Belgiens liegt, bereitet den Einsatzkräften weiter große Mühe.

Besonders zu schaffen mache ihnen der vergleichsweise starke und ständig drehende Wind, sagte der belgische Innenminister Bernard Quintin dem Sender RTL am Sonntagabend.

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