Nachwuchs bei der Polizei: Berliner Polizei hat zu wenig geeignete Bewerber
Viele Bewerber für eine Ausbildung bei der Berliner Polizei scheitern am Deutschtest.
Die Polizeipräsidentin spricht sich dagegen aus, die Anforderungen zu senken.
Die Berliner Polizei hat Schwierigkeiten, Nachwuchs zu finden. „Wir stehen in einem wirklich harten Wettbewerb um geeignete Bewerberinnen und Bewerber - die Betonung liegt auf geeignet“, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel in der RBB-„Abendschau“.
Ein Viertel der Ausbildungsplätze blieb im vergangenen Jahr unbesetzt. „Wir haben Bewerberinnen und Bewerber, aber wir haben auch hohe Anforderungen, die wir nicht senken können“, so die Polizeipräsidentin.
Die Polizei tue enorm viel im Social-Media-Bereich, um viele junge Menschen, aber auch ältere mit Berufsausbildung anzusprechen.
Polizeipräsidentin sieht mangelnde Deutschkenntnisse kritisch Aber viele scheitern im Lauf des Bewerbungsverfahrens.
Als größte Herausforderung gilt das Diktat: Für rund 40 Prozent der Bewerber ist der Deutschtest eine zu hohe Hürde.
Ausreichende Deutschkenntnisse sind aus Sicht der Polizeipräsidentin allerdings unverzichtbar: „Wir müssen Tag für Tag unsere polizeilichen Maßnahmen erklären“, sagte Slowik Meisel.
Auch die jungen Anwärter müssten die rechtlichen Grundlagen selbst verstanden haben, nach denen sie handeln und die sie dem Bürger erklären können. „Und womöglich auch schriftlich Dinge festhalten.“ Slowik Meisel hatte bereits in der Vergangenheit beklagt, viele Bewerber würden schon bei den schriftlichen Computertests, dem Diktat und einem Grammatiktest durchfallen.
Das liege vor allem an mangelnden Deutschkenntnissen, ganz unabhängig von der jeweiligen Nationalität.
Von 1.224 Plätzen in der Ausbildung der Berliner Polizei wurden im vergangenen Jahr nur 936 Plätze besetzt.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.