Ausgezockt? Von wegen! - Xbox-Kamera bekommt zweite Chance im Krankenhaus
Millionen Gamer kennen die Kinect noch von der Xbox 360. Mit der Kamera konnten Spieler ihre Bewegungen ins Spiel übertragen. Doch die eigentlich für Videospiele entwickelte Technik erlebt jetzt ein überraschendes Comeback in Krankenhäusern. Fass mir den Artikel zusammen
Was einst Bewegungen vor dem Fernseher erfasste, unterstützt heute medizinisches Personal bei lebenswichtigen Untersuchungen. Wie ein Instagram-Beitrag des Accounts „ Pubity “ erklärt, nutzen einige moderne CT-Systeme Tiefenkameras, die auf ähnlichen Technologien beruhen wie die frühere Xbox -Kinect. Die Sensoren erstellen dreidimensionale Modelle des Körpers und helfen dabei, Patienten vor einer Untersuchung exakt zu positionieren.
Siemens Healthineers setzt dafür die sogenannte „FAST 3D Camera“ ein. Die Kamera erfasst laut Hersteller Körperform, Lage und Größe eines Patienten in drei Dimensionen. Anschließend werden die Daten durch Infrarot-Messungen ergänzt. KI-Algorithmen analysieren die Daten automatisch und unterstützen dabei, den richtigen Untersuchungsbereich sowie die passende Position festzulegen. Die Technik soll den Untersuchungsablauf beschleunigen und gleichzeitig die Reproduzierbarkeit von CT-Aufnahmen verbessern. Ziel ist es, den Patienten möglichst präzise in der Mitte des Scan-Bereichs zu platzieren. Das wiederum soll zu gleichmäßigeren Bildaufnahmen und einer optimierten Strahlendosis führen. Was sollte ich als Nächstes lesen?
Dass die Methode mehr ist als nur ein technisches Gimmick, soll eine von Siemens zitierte wissenschaftliche Untersuchung zeigen. Demnach lag die durchschnittliche Abweichung bei der automatischen Positionierung durch die 3D-Kamera bei rund fünf Millimetern. Bei der manuellen Ausrichtung durch Fachpersonal betrug die Abweichung dagegen etwa 19 Millimeter. Die Forscher sprechen von einer deutlichen Verbesserung.
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