Irres Lob von Trumps Mann in Moskau - Witkoff an Putin: „Sie sind ein Menschenfreund!“
Kiew/Washington – Und schon wieder schickt Trump seine Leute nach Russland, um den Krieg zu beenden, den er mal 24 Stunden nach Amtsantritt stoppen wollte. US-Sondergesandter Steve Witkoff (69) landete am Morgen in Putins Heimatstadt St. Petersburg, betrat damit schon wieder russischen Boden! Am Dienstag hatte er Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) getroffen – allerdings nicht in der Ukraine, sondern in Oslo (Norwegen).
Und Witkoff ließ keinen Zweifel daran aufkommen, auf wessen Seite er steht! Nachdem Trump den demokratisch gewählten Ukraine-Präsidenten knallhart abwatschte, gab’s von seinem Gesandten für Kreml-Diktator Wladimir Putin (74, seit 26 Jahren im Amt) ein regelrechtes Loblied!
Witkoff zu Putin: „Sie sprechen so viel darüber, dass mein Präsident, Präsident Trump, ein Humanist ist – Sie sind auch ein Humanist, Sir, und ich begrüße das.“
Putin ein Humanist und Menschenfreund? Das dürfte nicht nur den kriegsbeteutelten Ukrainern, sondern auch Georgiern, Balten und Syrer bitter aufstoßen! Auch in Russland dürften sich viele wundern: etwa die Oppositionellen. Aber nicht nur: Auch die russischen Soldaten, die sich zwar freiwillig gemeldet hatten, nun aber zu Hunderttausenden an der Front verheizt werden, können wohl kaum den humanistischen Aspekt ihres Kriegs erkennen.
Gibt es wenigstens neue Bewegung im Ringen um einen Stopp von Putins Krieg? Völlig unklar. Wolodymyr Selenskyj (48) legte am Dienstag neue Vorschläge vor. Diese überbringt Witkoff heute Kreml-Kriegstreiber Wladimir Putin (74). Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (45) ist diesmal nicht vor Ort, soll aber per Video an dem Gespräch mit dem Kreml-Chef teilnehmen.
Bislang verlief das Drehbuch nach ähnlichen Verhandlungen meistens so: Putin sagte trotz allen netten Worten, Begrüßungen und Empfängen der US-Seite zu allen Vorschlägen Nein.
Trotzdem bekommt Witkoff schon mal ein politisches Geschenk für Trump. Für welche Gegenleistung? Noch unklar. Klar ist aber: Putin lässt den in Russland inhaftierten US-Bürger Stephen Hubbard frei. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen „Söldnertums“ für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.
Gleichzeitig meldete der Russen-Geheimdienst FSB fast zeitgleich, einen Deutschen festgenommen zu haben! Vorwurf gegen ihn: Ebenfalls „Söldnertum“ für die Ukraine.
Wenig Konkretes ist über die Gespräche vom Dienstag mit der Ukraine bekannt. Trotzdem hieß es seitens der US-Vertreter, sie seien „sehr produktiv und konstruktiv“ verlaufen, es habe „bedeutende Fortschritte“ gegeben. Auch Finnlands Präsident Alexander Stubb (58) war dabei, sprach danach von einem „guten Tag für den Frieden“.
Ob das stimmt? Die Faktenlage ist gerade sehr schwierig für die Ukraine. Denn kurz vor den Kongresswahlen in den USA (3. November bzw. 4. November deutscher Zeit) legt US-Präsident Donald Trump (80) seinen nächsten Schwenk hin, übt plötzlich sehr viel Druck auf die Ukraine aus. Dabei geht er sogar Selenskyj persönlich sehr hart an.
„Wir wollen, dass Selenskyj einen Deal macht“, sagte Trump im Oval Office.
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