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Kultur

Archäologie: Neue Funde belegen römisches Marschlager bei Deersheim

Stern ·
Archäologie: Neue Funde belegen römisches Marschlager bei Deersheim

Was machten römische Truppen vor rund 1.800 Jahren im heutigen Sachsen-Anhalt? Neue Grabungen bei Deersheim liefern weitere Hinweise dazu.

Archäologen haben bei Deersheim (Landkreis Harz) weitere Spuren eines römischen Marschlagers aus dem frühen 3.

Jahrhundert untersucht.

Bei dreiwöchigen Grabungen wurden unter anderem die Überreste von zwei Feldbacköfen freigelegt. „Die Form der Öfen ist ganz typisch für diese Marschlager“, sagte Martin Freudenreich vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt.

Erhalten sind vor allem Strukturen aus gebranntem Lehm.

Zu erkennen seien die eigentliche Ofenkammer, der Platz für das Brennmaterial und die Zone vor dem Ofen.

Holzkohle soll genauere Datierung ermöglichen Anhand von Holzkohle aus den Brenngruben wollen die Forscher die Öfen nun genauer datieren.

Dafür wurden Proben entnommen, die mit der Radiokohlenstoffmethode untersucht werden.

In den Öfen könnten zudem noch Keramikfragmente entdeckt werden.

Größere Funde seien dort allerdings nicht zu erwarten, sagte Freudenreich.

Untersucht wurde auch der für römische Marschlager typische Spitzgraben.

Bei Deersheim nahe der Grenze zu Niedersachsen ist er rund einen Meter tief und etwa 1,10 Meter breit.

Insgesamt erstreckt sich der Graben nach bisherigen Erkenntnissen über anderthalb bis zwei Kilometer.

Davon nahmen die Archäologen bislang rund 20 Meter näher in den Blick.

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