Gegen das Altern: Was Longevity-Mittel können – und was nicht
In der Longevity-Medizin sind viele falsche Propheten unterwegs, die versprechen, mit Medikamenten könne man das Altern stoppen.
Aber helfen Metformin und Co. auch wirklich? Rapamycin Der Wirkstoff Rapamycin ist derzeit eine Art Star der Longevity-Medizin.
Die Substanz, die in den 1970er -Jahren in Bodenproben der Osterinsel Rapa Nui entdeckt wurde und von einem Bakterium produziert wird, hielt man zunächst für ein Antipilzmittel.
Dann aber zeigte sich, dass sie auf einen zentralen Schalter der Zellentwicklung wirkt: einen Signalweg, der „mTOR“ heißt und darüber entscheidet, ob eine Zelle wächst, sich teilt oder in die Regeneration geht.
Gelingt es also, das Wachstum zu bremsen, indem mTOR gedämpft wird, fließt mehr Energie in die Reparatur – so jedenfalls die Hoffnung.
Und tatsächlich zeigt sich in Tierversuchen eine Verlängerung der Lebensspanne um bis zu 26 Prozent.
In Kombination mit anderen Mitteln lässt sich das sogar noch steigern.
Longevity-Medikamente wirken bei Mäusen Bei Mäusen jedenfalls tritt der Effekt auch auf, wenn die Behandlung erst im mittleren Alter beginnt.
Die Tiere entwickeln weniger Tumoren, haben eine verbesserte Herzfunktion und sind kognitiv besser als unbehandelte Artgenossen.
Das klingt vielversprechend, aber die Übertragung von Testergebnissen von Mäusen auf Menschen ist nicht so einfach machbar.
Außerdem birgt Rapamycin auch Risiken: Die Substanz unterdrückt das Immunsystem, zudem ist noch nicht klar, welche Dosierung es bräuchte, um das Altern auch im klinischen Einsatz beim Menschen abzubremsen.
Deswegen gilt: vielversprechend, aber noch längst nicht gesichert.
Metformin Das Diabetesmedikament Metformin wird im Netz von vielen als wahres Wundermittel gefeiert.
Es beeinflusst den Energiestoffwechsel, senkt Entzündungen und scheint in Beobachtungsstudien – also ohne einen Beweis der Kausalität – mit einer geringeren Sterblichkeit verbunden zu sein.
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