Dokumentarfilm »Hiddensee«: Diese Insel braucht keinen Farbfilm
Nichts läge jetzt näher, als zu sagen: Farbfilm vergessen.
Denn der Dokumentarfilm Hiddensee ist in Schwarz-Weiß gedreht.
Er setzt jene Insel farblos ins Bild, die in der Ostsee vor der Küste Rügens liegt, 17 Kilometer lang, an der schmalsten Stelle bloß 250 Meter breit, bis 1989 Grenzgebiet.
Schwer erreichbar, also Sehnsuchtsort.
Ein Mythos freier Kunstnatur.
Die Ostdeutsche Nina Hagen hat 1974 das Hiddensee-Lied über den vergessenen Farbfilm gesungen, das wiederum im Jahr 2021 die ostdeutsche Kanzlerin Angela Merkel zu ihrem Abschied hören wollte, hoch stand der Sanddorn am Strand von Hiddensee, in jenem untergegangenen Land ohne Farbe, das war einmal die DDR.
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