Verhandlungen gescheitert: Trumps neue Strafzölle gegen Kanada treten in Kraft
Die Fristverlängerung hat nichts gebracht: Die USA und Kanada können sich im Zollstreit nicht einigen - mit massiven Folgen für die Wirtschaft.
Im Zollstreit zwischen den USA und Kanada haben beide Seiten trotz fieberhafter Verhandlungen keine Einigung erzielen können. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer gab das Scheitern der Verhandlungen unmittelbar vor Auslaufen einer von Präsident Donald Trump gesetzten Frist bekannt. Um Mitternacht Ortszeit (6.00 Uhr MESZ) traten dann die neuen US-Strafzölle in Höhe von 50 Prozent für bestimmte kanadische Produkte in Kraft.
Greer machte die Gegenseite für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich: "Kanada hat es heute Abend abgelehnt, das Handelsabkommen zu Bedingungen abzuschließen, die eigentlich zuvor schon vereinbart worden waren", sagte er. Dagegen erklärte der kanadische Regierungschef Mark Carney, die von den USA vorgelegten Konditionen seien "unfair" gewesen. Er kündigte zugleich Vergeltungsmaßnahmen im gleichen finanziellen Umfang an. Er habe die Unterhändler angewiesen, in die kanadische Hauptstadt Ottawa zurückzukehren, so Carney in einer Stellungnahme.
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