Trotz leichtem Aufschwung: Wirtschaftslage in Niedersachsen bleibt fragil
Leicht verbesserte Zahlen, aber keine echte Erholung: Die Unternehmen in Niedersachsen bleiben in einer neuen Umfrage zurückhaltend.
Warum der jüngste Aufschwung auf wackligen Beinen steht.
Die Wirtschaft in Niedersachsen hat sich im dritten Quartal leicht stabilisiert.
Von einem nachhaltigen Aufschwung kann nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer Niedersachsen (IHKN) aber weiter keine Rede sein.
Der IHK-Konjunkturklimaindikator stieg gegenüber dem Vorquartal von 84 auf 87 Punkte.
Der langjährige Durchschnitt liegt bei 101 Punkten.
Es handelt sich demnach um den zweiten Anstieg in Folge. „Die Zahlen werden etwas besser, die Substanz dahinter noch nicht“, teilte IHKN-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt mit.
Der Standort kränkele weiter.
Für einen nachhaltigen Schub brauche es mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Investitionen und spürbare Verbesserungen der Rahmenbedingungen. „Die Unternehmen brauchen dringend Entlastungen, die nicht nur angekündigt, sondern auch umgesetzt werden“, erklärte Bielfeldt.
Ein Drittel der Unternehmen erwartet Verschlechterung Die zuletzt nach oben korrigierten Wachstumsprognosen spiegeln sich der IHKN zufolge bisher nicht in den Einschätzungen der Unternehmen wider.
21 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage im dritten Quartal als gut.
55 Prozent der Betriebe sind unverändert zufrieden, fast ein Viertel stuft die Lage als schlecht ein.
Im Vorquartal hatten 19 Prozent von einer guten und 26 Prozent von einer schlechten Geschäftslage berichtet.
Auch der Blick nach vorn bleibt verhalten.
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