Ukraine: Gouverneur von Cherson ruft Einwohner zur Evakuierung auf
Die russischen Angriffe auf Cherson im Süden der Ukraine nehmen zu.
Nun fordert der Gouverneur der Region die verbliebene Bevölkerung auf, die Stadt zu verlassen.
Angesichts der zunehmenden russischen Angriffe auf Cherson haben die Behörden die Einwohner der südukrainischen Stadt zur Evakuierung aufgerufen. „Ich wende mich erneut an die Einwohner von Cherson, insbesondere an Familien mit Kindern und ältere Menschen: Wenn Sie die Möglichkeit haben (...), bitte verlassen Sie die Stadt“, schrieb der Gouverneur der Region Cherson, Oleksandr Prokudin, am Donnerstag im Onlinedienst Telegram.
Aufgrund der russischen Angriffe bestehe die Gefahr, dass die Strom- und Wärmeversorgung in der Stadt für längere Zeit ausfallen könnte.
Prokudin sprach von einer „äußerst schwierigen Sicherheitslage“ in Cherson.
Russland intensiviere „täglich seine Angriffe auf die kritische Infrastruktur in der Region“.
In der Nacht zum Donnerstag habe die russische Armee „erneut das Fernwärmekraftwerk von Cherson mit Gleitbomben angegriffen“.
Die Anlage sei dabei stark beschädigt worden.
Cherson lange ohne Strom und Heizung? „Cherson könnte ohne Strom und Heizung dastehen, und zwar nicht nur für einige Stunden oder Tage, sondern für einen langen Zeitraum“, warnte der Gouverneur.
Prokudin zufolge setzt Russland in der Region verstärkt Lenkbomben und mit Düsentriebwerken ausgestattete Drohnen ein, gegen die Luftabwehr derzeit machtlos sei.
Cherson, wo vor dem Krieg rund 280.000 Menschen lebten, stand von März bis November 2022 unter russischer Kontrolle und liegt nahe der Front.
Im vergangenen Winter hatte die russische Armee immer wieder ukrainische Kraftwerke angegriffen und damit zeitweise Millionen Menschen in Kälte und Dunkelheit gestürzt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.